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Fortuna II: Treffer von Gaus reicht nicht zum Sieg

Fortuna II: Treffer von Gaus reicht nicht zum Sieg

Fortuna II spielt in der Regionalliga 2:2 gegen Dortmunder Zweitvertretung.

Düsseldorf. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel — so lässt sich das 2:2 (1:0) von Fortuna II gegen Borussia Dortmund II am besten fassen. „Das 1:1 gegen Elversberg vergangene Woche fühlte sich an wie ein Sieg, das Remis gegen Dortmund wie eine Niederlage“, sagte Trainer Goran Vucic. Dabei hatte sein Team bis zur letzten Minute eine anständige Leistung und einen unterhaltsamen Fußball-Nachmittag geboten.

Das Düsseldorfer Regionalliga-Team war mit einer Zweitliga-Achse in die Begegnung gegangen: Innenverteidiger Kai Schwertfeger, Mittelfeldspieler Claus Costa und Stürmer Marcel Gaus, der vom Trainings- und Spielbetrieb der ersten Mannschaft suspendiert worden ist.

In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber furios begonnen. Höhepunkt war der Schuss aus elf Metern an die Latte von Luka Tankulic (7.). Danach übernahmen die Borussen die Regie vor 290 Zuschauern im Paul-Janes-Stadion. Umso überraschender war das 1:0 durch Sebastian Michalskys Nachschuss aus 16 Metern (36.), nachdem Massih Wassey einen Freistoß erst in die Mauer geschossen hatte. Zwei Minuten später „kratzte“ Tankulic die Kugel von der Linie, kurz vor der Pause flutschte Torwart Maximilian Schulze-Niehues der Ball nach einem Schuss von Damien Le Tallec beinahe durch die Hände.

Der Ausgleich durch Marco Stiepermann war nur eine Frage der Zeit. Er fiel per Freistoß nach der Pause. „Wir haben viel zu früh den Ausgleich kassiert“, sagte Vucic. Dennoch rappelte sich seine Mannschaft wieder auf, schien nach dem 2:1 (80.) durch Marcel Gaus und der Gelb-Roten Karte für BVB-Rechtsverteidiger Sevdail Selmani (83.) auf der Siegerstraße. Doch dem überragenden Stiepermann gelang in letzter Sekunde der Ausgleich.

Vucic: „Leider sind einige Spieler in wichtigen Phasen zu hektisch.“ So verpassten die Fortunen den Sprung aus der Abstiegszone. Sie bleiben bis zum nächsten Spiel bei Borussia Mönchengladbach II (2. April) Vorletzter. Drückt man es positiv aus, ist es ein Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, den die Konkurrenten vielleicht nicht holen. Negativ gesehen, hätten es auch drei Punkte sein können.