Fortuna II: Die Aufgabe für Goran Vucic wird nicht leichter

Fortunas „Zweite“ fehlen noch erfahrene Spieler.

Düsseldorf. Bleibt er oder bleibt er nicht? Über die Zukunft von Goran Vucic, den Trainer von Fortunas Zweitvertretung, wurde in der Fußball-Sommerpause rund um den Flinger Broich lange diskutiert. Schon vor ein paar Tagen stempelte die sportliche Führung die Vertragsverlängerung des sympathischen Übungsleiters als "reine Formsache" ab. Doch den Lippenbekenntnissen folgten zunächst keine Taten.

Erst am Donnerstag, einen Tag nach dem Trainingsauftakt des künftigen NRW-Ligisten, meldete die Fortuna Vollzug: Goran Vucic habe seinen Vertrag bereits vor der ersten Trainingseinheit verlängert. Was dieser allerdings noch dementiert. "Ich habe noch nicht unterschrieben", so der Trainer. Offenbar gibt es immer noch vertragliche Details zu regeln, deren Klärung Finanz-Vorstand Werner Sesterhenn am Montag herbei führen soll.

Vucics Unterschrift ist bei weitem nicht das einzige, was rund um die "Zweite" noch fehlt. Zwar gab mit Ben Abelski der unumstrittene Kopf des Teams und erfolgreichste Torschütze der letzten Saison am Mittwoch sein Ja-Wort zum Verbleib am Flinger Broich.

Doch dem nunmehr 16 Akteure starken Aufgebot mangelt es weiterhin an Erfahrung und an Alternativen in der Offensive. "Wir brauchen dringend noch drei bis vier gestandene Spieler, die uns sofort weiterhelfen", schreit Vucic nach Qualität. Die hat bekanntlich ihren Preis. Deshalb bleibt abzuwarten, ob Akteure wie Torjäger Emrah Uzun (RW Essen II) tatsächlich bei der Fortuna anheuern.

Die Trägheit bei den Planungen ist man bei der Fortuna inzwischen gewohnt. Sie ist mit Sicherheit auch ein Stück weit dem engen finanziellen Rahmen geschuldet. Allerdings würde Goran Vucic eine schnelle Weichenstellung in Sachen Personal sehr begrüßen. Zumal sein Kader im Augenblick stark ausgedünnt ist. Gleich sieben der ursprünglich für die "Zwote" vorgesehenen Spieler empfehlen sich momentan im Training der ersten Mannschaft unter den Augen von Norbert Meyer für höhere Aufgaben.

Das ist schön für den Nachwuchs. Aber das Vorhaben des Trainers, ein homogenes Team zu formen, gerät somit zur Höchstschwierigkeit. Es deutet vieles darauf hin, dass Vucics Geduld und Improvisationstalent in der neuen Saison wieder auf die Probe gestellt werden. Doch zunächst einmal muss der Trainer noch die Tinte unter seinen neuen Vertrag setzen.

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