Fortuna II: Auch Verstärkung hilft nicht

Fortuna II: Auch Verstärkung hilft nicht

Regionalliga: Fortunas zweite Mannschaft verliert daheim gegen engagiertere Mainzer chancenlos mit 2:5.

Düsseldorf. Die größere Summe an besseren Einzelspielern ergibt nicht immer die stärkere Mannschaft. Diese bittere Erfahrung machte Fortunas zweite Mannschaft in der Fußball-Regionalliga. Im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 stellte das Team von Goran Vucic auf dem Papier das weitaus stärkere Kollektiv.

Doch in der Praxis sah das anders aus. Die Gäste aus Mainz nahmen erfolgreich Revanche für die im Hinspiel erlittene 1:5-Abfuhr, gewannen vor 200 Zuschauern im Paul-Janes Stadion mit 5:2 (2:2) und verschärften die Situation rund um den Flinger Broich. Anstatt mit einem einkalkulierten Heimsieg auf das rettende Ufer zu springen, vergrößerte sich der Abstand auf die Nicht-Abstiegsränge für die Fortuna sogar auf drei Punkte.

Sieben von zehn Feldspielern, die am Samstag in der Startelf standen, trainieren zumindest regelmäßig mit dem Zweitliga-Aufgebot. Doch die Hausherren brachten diese Qualität gegen Mainz zu selten auf dem Platz.

Zwar deutete Marco Christ oft genug an, dass er fußballerisch zu weitaus Höherem berufen ist. Aber Fortuna hatte bei Aluminiumtreffern von Christ (50., 83.) und Marco Königs (66.) auch Pech. Doch der Mainzer Erfolg beruhte beileibe nicht alleine auf Glück. Die Gäste stellten die harmonischere Mannschaft und waren aggressiver.

Die lethargischen Fortunen leisteten zudem bei den Gegentoren Schützenhilfe. Nach Marco Königs‘ frühem 1:0 (4.) begünstigte ein unnötiger Ballverlust das 1:1 durch Mertinitz (14.). Beim 1:2 ließ Davide Leikauf den Torschützen Zimmermann entwischen (31.). Der Amerikaner durfte später auch noch zum 2:4 einschießen (74.) weil Andreas Altenbeck nur Spalier stand.

Altenbeck hatte zuvor auch schon den Foulefmeter zum 2:3 durch Grimaldi (55.) verschuldet, nachdem Luka Tankulic zwischenzeitlich in der stärksten Phase der Gastgeber mit einem trockenen 20-Meter-Schuss zum 2:2 egalisiert hatte (38.). Der sehr starke Grimaldi vollstreckte zum 5.2 (90.). Die Gelb-Rote Karte für Leikauf (77.) erklärte das zu ungestüme Aufbäumen.

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