Fortuna hat nun mehr als die Basis für den Klassenerhalt gelegt

Kommentar: Fortuna macht einen wichtigen Schritt : Fortuna schafft klare Fakten

Die Bedeutung des Erfolgs erschließt sich mit einem Blick auf die Tabelle. So kann der Aufsteiger langsam mit den Planungen für die kommende Saison beginnen.

Das ist die Fortuna 2018/19: Leidenschaftlich kämpfend, nicht fehlerfrei, immer an einen möglichen Erfolg glaubend und am Ende auch ein wenig glücklich. Trotz spielerischer Defizite und so mancher Unzulänglichkeit im Spiel gegen den Mitaufsteiger hat sich die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf auch in diesem Spiel wieder die Sympathien der Fans erkämpft. Und auch die Anhänger hatten ihren Anteil an diesem Erfolg, weil sie letztlich ebenso geduldig geblieben sind wie ihre Mannschaft auf dem Rasen. Es erschließt sich immer noch nicht — nach so vielen guten Saisonspielen mit insgesamt bereits acht Siegen und sechs Heimerfolgen —, warum nicht mehr Zuschauer in die Arena zu so wichtigen Spielen kommen und mithelfen, dass Düsseldorf seinen Erstligisten behält. Zudem bekommen sie meist ein Spektakel geboten.

28 Punkte und Platz zwölf sind eine tolle Ausbeute, mit der vor der Saison in dieser Form niemand ernsthaft hatte rechnen können. Die breite Basis für den Klassenerhalt ist gelegt. Einerseits weil die Mannschaft stark genug ist, um die weiteren Punkte aus eigener Kraft zu holen und andererseits die Konkurrenz im unteren Tabellenbereich es nicht schafft, so viel Boden noch gut zu machen. Daher war dieser Sieg ein Zeichen, dass Fortuna sich nicht auf andere verlässt, sondern selbst klare Fakten schafft.

Niemand hat in der Folge dieses wichtigen Sieges die Bodenhaftung verloren. Es ist noch genügend Arbeit zu tun, doch langsam kann sich der Sportvorstand ernsthafte Gedanken machen, wie das zweite Bundesliga-Jahr in Folge personell zu stemmen ist. Einige Spieler sind nur ausgeliehen. Jetzt ist die Zeit zum Handeln im Transfer-, aber auch im Sponsorenbereich angebrochen, damit die Fortuna auch im nächsten Jahr eine Chance hat, „zu bleiben“.

Mehr von Westdeutsche Zeitung