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Fortuna gegen Hoffenheim endet 2:2 - Hennings-Doppelpack ist nicht genug

Fortuna Düsseldorf : 2:2 gegen Hoffenheim - Hennings-Doppelpack ist nicht genug

Trotz rund 80-minütiger Überzahl reicht es für die Fortuna nur zu einem Unentschieden gegen die TSG.

Drei Wochen nach dem Re-Start biegt die Fußball-Bundesliga auf die Zielgeraden ihrer Saison ein. Noch fünf Spiele entscheiden über Titel, Europapokal-Teilnahmen, Klassenerhalt und Abstieg. Das Vorletzte war, ist und bleibt das erklärte Ziel von Fortuna Düsseldorf. Eine Woche nach der deutlichen 0:5-Auswärtsniederlage beim FC Bayern München empfing die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Rösler in der heimischen Arena die TSG 1899 Hoffenheim. Mit einem Sieg sollte – nicht zuletzt aufgrund der kommenden Aufgaben gegen Dortmund und in Leipzig – die aktuelle Ausgangslage in der Tabelle verbessert werden. Das gelang nicht. Trotz Überlegenheit und langer Überzahl stand am Ende nur ein 2:2 (1:1) auf der Anzeigetafel. Angesichts des Mainzer Siegs in Frankfurt (2:0) ein deutlicher Rückschlag für die Rot-Weißen.

Die Fortuna erwischte das, was im Fußball Start nach Maß genannt wird. Gleich der erste Angriff führte zum 1:0. Zunächst durfte der zuletzt formschwache Kevin Stöger von der rechten Strafraumgrenze unbedrängt flanken, in der Mitte hatte Rouwen Hennings noch mehr Platz als zwischen den wenigen Journalisten auf der Pressetribüne herrschte. Ohne jede Reaktion der Hoffenheimer Defensive köpfte der Torjäger zu seinem 13. Saisontreffer (5.) ein.

Wenige Minuten später zückte Schiedsrichter Sören Storks dann die Rote Karte (9.) gegen TSG-Kapitän Benjamin Hübner. Der hatte vor einem Eckball der Gäste eine Tätlichkeit gegen Fortunas Abwehrspieler Kaan Ayhan begangen. Der Video-Assistent überprüfte die Szene noch einmal, aber es blieb dabei. Eine vertretbare Entscheidung, Hübner hatte den Düsseldorfer mit der Hand im Gesicht getroffen.

Wer nun dachte, der Fortuna würden Führung und Überzahl Sicherheit verleihen, sah sich getäuscht. Nach einem Freistoß von Robert Skov stimmte die Zuordnung in der Abwehr überhaupt nicht und Munas Dabbur (16.) traf per Abstauber zum 1:1-Ausgleich. Zuvor hatte Fortuna-Torwart Florian Kastenmeier noch glänzend gegen Stefan Posch reagiert, gegen Dabbur war er dann jedoch machtlos.

Die unterhaltsamen ersten 20 Minuten hätten beinahe in der erneuten Führung der Gastgeber gegipfelt, doch dem zweiten Treffer von Rouwen Hennings (18.) wurde nach erneuter Video-Überprüfung die Anerkennung verweigert, da Kenan Karaman im Luftzweikampf gegen Posch zu energisch mit dem Arm arbeitete. In der Folge beruhigte sich das Geschehen etwas. Die Fortuna hatte mehr vom Spiel, Karamans Abnahme mit der Hacke (28.) und Valon Berisha (30.) waren jedoch die einzigen weiteren gefährlichen Abschlüsse bis zur Pause.

Schwaches Defensivverhalten ermöglicht TSG immer wieder Konter

Durchgang zwei begann mit einer Schrecksekunde aus Düsseldorfer Sicht. Trotz Überzahl lief die Fortuna in einen Konter der TSG, der davon eilende Skov (49.) schoss jedoch über das Tor. In der 61. Minute ging das Ganze dann nicht mehr so glimpflich aus. Über Sebastian Rudy und den umtriebigen Skov landete der Ball bei Steven Zuber, der die Kraichgauer zur 2:1-Führung schoss. Erneut zeigte die Fortuna dabei ein katastrophales Abwehrverhalten.

Rösler reagierte und wechselte vier Mal. Niko Gießelmann, Jean Zimmer, Alfredo Morales und Kelvin Ofori kamen für André Hoffmann, Matthias Zimmermann, Adam Bodzek und Valon Berisha. Einen entscheidenden Effekt hatte dies zunächst nicht. Dann aber ahndete Schiedsrichter Storks eine plumpe Aktion von Hoffenheims Havard Nordtveit an Erik Thommy mit einem Elfmeterpfiff (76.). Hennings blieb cool und traf zum 2:2, sein 14. Saisontreffer. Die Fortuna drückte bis zum Ende auf das dritte Tor, doch der „Lucky Punch“ wollte nicht mehr gelingen.