Fortuna Düsseldorf: Fortuna: Funkels zahlreiche Optionen

Fortuna Düsseldorf: Fortuna: Funkels zahlreiche Optionen

Für Hoffmann rücken Bodzek oder Bormuth in die Abwehr. In der Offensive hat der Trainer noch mehr Möglichkeiten.

Düsseldorf. Viele andere Clubs der 2. Fußball-Bundesliga wären froh um die personellen Möglichkeiten, über die Friedhelm Funkel aktuell verfügt. Der Cheftrainer von Tabellenführer Fortuna Düsseldorf hat nur zwei Ausfälle in seinem Kader zu beklagen. Ein dritter Profi wird aus Gründen des Trainingsrückstands noch geschont, wenn die Rot-Weißen am Freitagabend (18.30 Uhr) in der heimischen und mit frischem Rasen ausgestatteten Arena auf Arminia Bielefeld treffen. „Für diesen Zeitpunkt der Saison sieht es personell gut aus“, sagt Funkel. Sogar beim 64-Jährigen klingt an dieser Stelle ein kleines bisschen Verwunderung durch. Denn neben den Abwehrspielern André Hoffmann und Gökhan Gül wird nur Lukas Schmitz keine Option für den 18er-Kader gegen die Ostwestfalen sein.

Funkel hat also die Qual der Wahl. Die haben andere Vereine nicht, die nach fast drei Vierteln einer anstrengenden Saison aktuell teilweise fünf, sechs oder sieben potenzielle Stammspieler ersetzen müssen. Das muss die Fortuna nicht. Also sagt Funkel: „Der Kader wird sich nicht groß verändern.“ Das ist nach dem 2:1-Derbysieg beim MSV Duisburg ohnehin nicht zu erwarten gewesen. Durch den Ausfall Hoffmanns muss aber zumindest in der Abwehr einmal umgestellt werden. Die naheliegenden Kandidaten sind Adam Bodzek und Robin Bormuth. „Adam hat derzeit den Vorteil der Spielpraxis. Robin hingegen ist etwas schneller und hat Vorteile im Kopfballspiel“, zählt Funkel auf. Nach den Aufstellungen in den vergangenen Wochen dürfte Bodzek, der 2018 in sieben der acht bisherigen Partien mitwirkte, letztlich die besseren Karten besitzen.

Etwas anders stellt sich die Situation in der Offensive dar. Nach zuletzt vier Toren in vier Pflichtspielen kommt Funkel gegen die Arminia wohl kaum an Takashi Usami vorbei. Auch sein japanischer Landsmann auf dem anderen offensiven Flügel, Genki Haraguchi, hinterließ zuletzt einen hervorragenden Eindruck. Und so dürfte Benito Raman nach seiner überstandenen Grippe vorerst nur der Platz auf der Ersatzbank bleiben. „Es geht bei den Überlegungen nicht nur um Benito. Auch Davor Lovren ist eine Option“, sagt Funkel.

Diese Qual der Wahl ist genau das, was sich ein Trainer wünscht. So auch Funkel, der eben diese zusätzlichen Optionen nach der Saison 2016/17 gefordert und bekommen hat. Die Fortuna ist breiter aufgestellt. Fallen Spieler aufgrund einer Blessur oder eine Sperre aus, können sie im Regelfall ersetzt werden.

Wenig Verletzungssorgen hat auch Arminia Bielefeld. Das Team von Trainer Jeff Saibene hat sich in der oberen Tabellenhälfte stabilisiert und ist derzeit Fünfter. Zweimal trafen sich beide Mannschaften im Laufe der Saison bereits. Zunächst in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals, dann in der Hinrunde. Beide Spiele fanden auf der Alm statt, beide Male ging die Fortuna als Sieger vom Platz (3:1 nach Verlängerung und 2:0). „Das Auswärtsspiel in der Liga dort war mit das Beste was wir in dieser Saison gezeigt haben“, sagt Funkel. „Aber dafür können wir uns nichts mehr kaufen.“

Am Freitag gibt es wieder neue Voraussetzungen und anderes Personal auf beiden Seiten. Wie gut, dass Friedhelm Funkel da so viele Möglichkeiten hat, um die Arminia mit der Fortuna auch ein drittes Mal binnen eines Dreivierteljahres schlagen zu können.