Kommentar : Fortuna hat ihr „Limit“ gegen Nürnberg nicht erreicht

Das Fazit dieser bitteren Enttäuschung ist einfach: Fortuna hat erneut viel zu viele Fehler gemacht und die Großchancen vergeben, die sie hatte. Darüber hinaus sahen die Fortuna-Fans erstmals in dieser Saison eine schlechte Leistung von ihrer Mannschaft.

Es wäre zu leicht, der Aussage der Spieler zu folgen, die sagen, dass sie nicht so gut gegen einen Gegner spielen können, der nur hinten drin steht. Letztlich war es aber so, dass der biedere Club die zu braven und viel zu langsamen  Fortunen in die Falle gelockt hat, und diese tappten auch noch ohne größere Gegenwehr hinein. Die Mannschaft ist nicht an ihr Limit gegangen, das wurde deutlich und auch von Trainer und Spielern bestätigt. Schönreden gab es also nicht. Und dann reicht es in der Bundesliga nicht, selbst nicht gegen einen Gegner, der sich eigentlich noch nicht mal auf Augenhöhe bewegt. Und so viele von dieser Kategorie kommen in der Bundesliga nicht. Die Niederlagen gegen Augsburg und Nürnberg können am Ende ganz schön weh tun.

Ein Kommentar von Norbert Krings Foto: Sergej Lepke

So sieht die Zwischenbilanz nach einem Sechstel aller Spiele nicht allzu erfreulich aus. Fünf Punkte aus sechs Spielen ist zu wenig. Es hätten, wie Friedhelm Funkel selbst sagt, zwei bis drei Zähler mehr sein können, ja müssen. Der Eindruck, das einige Spieler diesmal den Gegner zu leicht genommen haben, täuscht wohl nicht. Gegen Schalke wird das nicht passieren, aber ob das allein hilft, wird man sehen. Personelle Konsequenzen müssen hinzu kommen. Die Mannschaft kann sich in der Offensive nicht einspielen, wenn ständig dort die Spieler gewechselt werden. Das trägt nicht zum Verständnis untereinander und zu Automatismen bei, die nötig sind, um erfolgreich zu sein.

Wichtig wäre es, jetzt unverzüglich — möglichst durch einen Punktgewinn gegen Schalke — die in Düsseldorf schnell aufkommende Unruhe im Keim zu ersticken.