Fortuna Düsseldorf gegen VfB Stuttgart: Fortuna: Ein Erfolg des gesamten Teams

Fortuna Düsseldorf gegen VfB Stuttgart: Fortuna: Ein Erfolg des gesamten Teams

Fortunas 1:0 gegen den VfB Stuttgart sorgte für gute Laune bei den Spielern und Cheftrainer Friedhelm Funkel. Alle Beteiligten wissen den Sieg richtig einzuordnen.

Düsseldorf. Einzelne Spieler hebt Friedhelm Funkel niemals hervor. „Alle haben geackert und waren hinterher auch ziemlich kaputt. Du wirst nicht jedes Spiel gewinnen können. Aber wenn du so arbeitest wie heute, dann wirst du häufiger belohnt“, sagte Fortunas Cheftrainer nach dem 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart. Außerdem fiel im Team der Düsseldorfer auch kein Spieler wirklich ab. Es war ein Erfolg des Kollektivs.

Der erste Sieg im zweiten Spiel der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga erfüllte den 62 Jahre alten Fußballlehrer sichtbar mit Stolz. „Die Leidenschaft, die wir gezeigt haben, war der Schlüssel zum Erfolg. Anders geht es auch nicht. Wir haben die richtigen Schlüsse aus der Analyse von Uwe Klein gezogen.“

Die Atmosphäre in den Katakomben der Arena nach dem Schlusspfiff war von Freude und gleichzeitig entsprechender Zurückhaltung geprägt. Niemand wollte den Erfolg gegen den großen Aufstiegsfavoriten zu hoch hängen. Gleichwohl wollte er von allen Beteiligten aber zurecht auch nicht als Zufallsprodukt verstanden werden.

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen können Funkel und sein Assistent Peter Hermann in den kommenden Wochen deutlich beruhigter arbeiten als manch einer nach den ersten 15 Minuten von Sandhausen befürchtet hatte. Dennoch wollte der Trainer noch nicht davon sprechen, dass sein Team nach diesem Saisonstart bereits zu 100 Prozent gefestigt ist: „Das muss die Mannschaft in den nächsten Wochen beweisen. Im Moment setzt sich der Trend der Vorbereitung fort. Es wächst eine Gemeinschaft heran. Der Umgang ist sehr respektvoll.“

Im Spiel gegen die Schwaben trat die Fortuna so auf, wie sich Fans und Vereinsführung das auch in Zukunft wünschen dürften: konzentriert, kämpferisch stark und als Einheit. „Wir standen kompakter, das hatte auch mit der Offensive zu tun, die gut angelaufen ist. In der letzten Saison war unser Manko, dass wir nicht immer von Beginn an wach waren. An das Spiel müssen wir jetzt anknüpfen“, sagte Rechtsverteidiger Julian Schauerte, der ebenso wie seine Mitspieler aus der Viererkette eine überzeugende Vorstellung bot.

„Gegen die langen Bälle war es in der Schlussphase durchaus schwierig zu verteidigen. Aber die Fans haben uns gepusht.“ Das sah auch Funkel so: „37 000 Leute waren hier und haben uns super unterstützt. Da geht einem das Herz auf.“ Und sprach dann noch einmal das aus, was eigentlich jeder weiß: „Auf 34 Spieltage gesehen, wird uns eine Mannschaft wie der VfB Stuttgart punktemäßig davonlaufen. Daran ändert dieses Ergebnis nichts.“

Obwohl Funkel keinen seiner Spieler hervorheben wollte, sprach er doch noch über Ihlas Bebou, der sich nach dem durchaus diskutablen Elfmeterpfiff von Benjamin Cortus das Spielgerät geschnappt hatte. „Im Training hat er beim Elfmeterschießen immer gut geschossen. Abgesprochen war es nicht, dass er schießt. Als Ihlas sich den Ball genommen hat, hat er noch mal kurz rausgeguckt. Ich hab dann gesagt: ,Jaja, ist okay’. Aber so viel Druck hatte er ja nicht. Wenn du vor den eigenen Fans einen Elfmeter schießen darfst, darfst du den auch schon mal reinhauen“, beschrieb der Trainer die Elfmetersituation der 53. Spielminute und sorgte damit für Lacher.

Bebous Kaltschnäuzigkeit führte Fortuna ins Glück. Und sorgte für diese besondere Autmosphäre aus Freude und entsprechender Zurückhaltung.