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Fortuna Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler: Dieser Punkt wird uns helfen​

Fortuna Düsseldorf : Uwe Rösler: Dieser Punkt wird uns helfen

Fortuna Düsseldorf schafft es trotz Führung und Überzahl nicht, in Wolfsburg zu gewinnen.

Es wirkte so, als wäre Uwe Rösler stinksauer nach dem Schlusspfiff in die Kabine geeilt. Seine Mannschaft hatte nur 1:1 beim VfL Wolfsburg gespielt. Der neue Trainer von Fortuna Düsseldorf ist zwar mit seinem Team immer noch ungeschlagen und hat unter der Woche das Pokal-Viertelfinale erreicht. Bitter stieß ihm auf, dass seine Mannschaft in Wolfsburg nicht gewinnen konnte, obwohl sie mit 1:0 nach einer sehr starken ersten Hälfte in Führung lag, und die Wolfsburger seit der 49. Minute nach einer Tätlichkeit Marin Pongracics nur noch mit zehn Spielern auskommen musste.

Nach guter Leistung bekommen die Spieler zwei Tage frei

„Da stimmt das Game-Management nicht“, sagte Rösler. Seine Mannschaft sei wohl im Irrglauben gewesen, das Spiel jetzt in Überzahl nach Hause schaukeln zu können, erlaubte sich eine Fehlerkette, die zum Ausgleich führte. Rouwen Hennings spielte einen Fehlpass, Andre Hoffmann konnte die Flanke von Admir Mehmedi nicht verhindern, Florian Kastenmeier blieb auf der Linie kleben und Markus Suttner rutschte im entscheidenden Moment weg. So konnte der kleinste Wolfsburger, Renato Steffen, zum 1:1 (50.) einköpfen.

Was danach folgte, war ebenfalls ein schlechtes Umsetzen der verbesserten Möglichkeiten gegen einen dezimierten Gegner. Fortuna schaffte es nicht, das Spiel auseinander zu ziehen, sich Chancen zu erarbeiten und den Gegner in Gefahr zu bringen. „Natürlich ärgere ich mich, dass wir so einen unnötigen Treffer kassiert und nicht gewonnen haben“, sagte Rösler. „Aber morgen schon werden wir uns über diesen Punkt freuen, und er wird uns helfen.“ Fortunas Trainer will das Positive herausstellen, sprach auch eine Belohnung für seine Spieler aus. „Die Leistung war so gut, dass ich den Spielern zwei Tage frei gegeben habe.“

Trainer Rösler: „Der Mut der Jungs hat mich beeindruckt“

Vor allem mit der ersten Hälfte war der Trainer sehr zufrieden, lobte die Spielfreude. „Mit welcher Bereitschaft meine Spieler gegen den Ball gearbeitet haben, war fantastisch zu sehen“, sagte Rösler. „Vor allem hat mich der Mut der Jungs gegen eine starke Wolfsburger Mannschaft, die in Europa vertreten ist, beeindruckt.“ So war auch der Führungstreffer ein Zeugnis des mutigen Auftritts. Nach einer herrlichen Kombination über vier Stationen erzielte Matthias Zimmermann den Führungstreffer (13.). Eigentlich eine Situation, die zu mehr Selbstvertrauen führen müsste. Doch nach dem Ausgleich war die Sicherheit wie weggeblasen. „In der zweiten Hälfte hat man gesehen, dass die Mannschaft in der Liga lange nicht mehr gewonnen hat. Wir müssen den Mut behalten und da hat uns auch die Rote Karte nicht geholfen“, sagte Fortunas Trainer.

Es wird für Fortuna aber nicht leichter. Am Samstag steht das Derby gegen Mönchengladbach auf dem Programm. Vielleicht hilft der besondere Charakter des Spiels der Mannschaft, sich mit drei Punkten zu belohnen, um in der Tabelle Anschluss zu halten. Doch nur eins der letzten elf Spiele hat das Team von Uwe Rösler gewonnen. Ein Grund, sauer zu werden, ist das aber nicht.