Für Angriff auf die Aufstiegsplätze Flügelspieler steht auf der Wunschliste

Düsseldorf · Der Fortuna-Trainer kommt mit frischen Ideen zurück aus dem Urlaub und plant, künftig häufiger über die Außen zu spielen. Dafür soll auch ein neuer Spieler her.

 Cheftrainer Daniel Thioune mit Matthias Zimmermann.  

Cheftrainer Daniel Thioune mit Matthias Zimmermann.  

Foto: Frederic Scheidemann

(pab) Neues Jahr, neues Glück – so könnte auch das Motto von Daniel Thioune lauten. Fortunas Trainer ist nun schon fast ein Jahr in Amt und Würden und hat in diesen bislang elf Monaten in Düsseldorf schon so einiges miterlebt. Erst war da der Kampf um den Klassenerhalt, dann das Ziel, sich zu stabilisieren und dann wurde der Angriff auf ganz oben jäh von einer akuten Verletzungsmisere unterbrochen. Seinen Urlaub hat er also auch dafür genutzt, Dinge zu reflektieren. „Ich habe die Zeit mit der Familie genossen. Nun bin ich aber auch wirklich froh darüber, wieder mit der Mannschaft auf dem Fußballplatz zu arbeiten“, sagt Thioune. „Ich habe die Hinrunde noch einmal Revue passieren lassen und bin der Meinung, dass wir in dem einen oder anderen Spielsegment Anpassungen vornehmen sollten.“

Vor allem das Spiel der offensiven Außenspieler möchte der 48-Jährige nachjustieren. Waren sie in der Hinrunde noch gern in die Mitte gezogen, um das Zentrum zu überladen, möchte Thioune nun wieder mehr in der Breite agieren. „Ich will da einfach mehr Dynamik reinbringen. Vor allem in einem 3-5-2-System können die Jungs dann eher von der Linie spielen“, sagt er. „Vielleicht können wir damit auch wieder mehr Eins-gegen-Eins-Situationen auf den Außenpositionen erschaffen. Ich finde schon, dass gerade das die Stärke von Spielern wie Felix Klaus oder Kristoffer Peterson ist. Und das hatten wir in der Hinrunde zu selten.“

Für Thioune ist aber auch klar, dass er gern noch mindestens eine Verstärkung für den Kader hätte.Auf das Thema angesprochen, wird er sogar sehr genau. „Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre das sicher ein Flügelspieler. Bei allem Potenzial, was wir besitzen, haben wir da trotzdem auch ein paar Defizite“, befindet er. „Wir wissen nicht, wie es mit Nana Ampomah weitergeht. Und von Kwadwo Baah waren wir in den vergangenen Monaten auch nicht so überzeugt. Dementsprechend sind wir auf diesen Positionen vielleicht etwas schwächer aufgestellt.“ Ob und wann es zu einer Verpflichtung kommt, ist indes offen. Klar ist, dass Fortuna erst einen Spieler abgeben muss, um noch einmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden. „Es gibt natürlich Jungs, die für unser Spiel prädestiniert sind“, sagt Thioune. „Ob wir sie am Ende des Tages auch bekommen, steht aber auf einem anderen Blatt.“

Mit Blick auf die derzeitige Mannschaft würde es aber durchaus Sinn ergeben, sich nach einem Linksfuß umzuschauen. Denn diese sind im Düsseldorfer Kader rar gesät. Das findet auch der Trainer, der gern jemanden hätte, „der vom Profil her auch auf der linken Seite spielen kann. Ein Zugang für die offensive Außenbahn wäre also wünschenswert.“ Rar macht sich auch Ampomah. Der 27-Jährige hat es nicht geschafft, rechtzeitig seinen Rückflug von Ghana nach Deutschland anzutreten und fehlt Fortuna daher aktuell. „Ich gehe als Trainer damit komplett rational um. Ich habe durch Nanas Fehlen einen Spieler weniger im Training, daher habe ich einen anderen Spieler aus der U23 hochgezogen“, sagt Thioune. „Und wenn Nana dann in Düsseldorf ist, gibt es Klärungsbedarf.“

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