Entscheidung bei Fortuna gefallen : Thioune legt Mannschaftsrat fest

Neben Hoffmann, Hennings und Sobottka sind auch drei neue Mitglieder dabei.

Daniel Thioune hat die erste Entscheidung der neuen Saison getroffen: In Fortunas Mannschaftsrat sind künftig gleich sechs Spieler vertreten. Damit nimmt der Düsseldorfer Trainer einen Profi mehr in den Rat als es Vorgänger Christian Preußer tat. „Ich bin der Meinung, dass es sinnvoll ist, auf sechs Vertreter zu gehen“, sagt er auf Nachfrage. „Dadurch kann es zwar zu einer Pattsituation kommen, die entschärfe ich aber damit, dass ich am Ende der Woche drei Spieler die Hauptverantwortung übertrage: einem Kapitän und zwei Stellvertretern.“

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es schlussendlich auf Andre Hoffmann, Rouwen Hennings und Marcel Sobottka hinauslaufen wird. Diese drei Akteure bleiben auch weiterhin im Mannschaftsrat. „Die Zusammenarbeit mit Andre, Rouwen und Marcel war bis dato sehr gut“, sagt Thioune. „Es gab wenig Grund für mich, den Mannschaftsrat zu verändern. Ich wollte in der vergangenen Saison keinen Einfluss darauf nehmen. Dadurch, dass Adam uns als Kapitän verlassen hat, ist eine gewisse Dynamik reingekommen.“

Dazu kommen noch Raphael Wolf, Jordy de Wijs und Matthias Zimmermann. „Mir war wichtig, dass Raphael mit dabei ist, denn sein Wort hat in der Mannschaft Gewicht“, erklärt der Trainer. „Und dass Jordy sich für Fortuna entschieden hat, war ein riesiges Commitment. Er will Verantwortung übernehmen. Die gebe ich ihm damit.“

Der momentan noch verletzte Zimmermann (Innenbandriss im Knie) ersetzt Shinta Appelkamp. Der Youngster wurde im vergangenen Saison noch von Preußer bestimmt, um den jungen Spielern in der Mannschaft eine Stimme zu geben. Thioune hält davon nichts. „Wir haben eine flache Hierarchie. Und Zimbo ist für den nächsten Schritt bereit. Er hat auch in der Phase, in der ich zur Fortuna gekommen bin, sehr viel Verantwortung übernommen. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Kaders.“

Gleichwohl ist die Entscheidung des Trainers auch ein klares Signal an Appelkamp. Der 20-Jährige soll sich künftig ausschließlich auf das Wesentliche konzentrieren können. „Ich glaube, dass es Shinta unheimlich guttut, sich nur auf Fußball zu konzentrieren. Ich nehme ihn mit einer unfassbar hohen Qualität wahr. Aber er ist kein Lautsprecher.“

Durch die Entscheidung gegen Appelkamp erhofft sich Thioune eine Rückkehr zu der Spielweise, die den Deutsch-Japaner noch in der Zeit unter Uwe Rösler so stark gemacht hat. Thioune: „Diese Lockerheit ging ihm in den vergangenen zwölf Monaten ein wenig ab. Nun kann er sich wieder voll auf den Fußball konzentrieren. Ich habe mit Shinta über diese Entscheidung geredet. Er hat eine hohe Akzeptanz in der Mannschaft aufgrund seiner fußballerischen Fähigkeiten. Und irgendwann wird diese Mannschaft vielleicht um ihn aufgebaut. Er trägt die Entscheidung mit. Ich glaube, dass ihm das guttun wird.“