Favorit in der neuen Saison? : Hennings trifft auf seinen Ex-Klub

Nach dem Spiel am Sonntag beim FC St. Pauli ist für die Düsseldorfer Profis erst einmal abschalten angesagt. Nach dieser teilweise doch sehr nervenaufreibenden Saison ist dies auch bitter nötig. Nach einem gemeinsamen Brunch am Montag wird es für die Spieler in den Urlaub gehen.

Rouwen Hennings wird mit der Familie beispielsweise auf Kreta urlauben.

Vorher reist er aber noch in seine alte Heimat zurück. Denn seine Geburtsstadt Bad Oldesloe ist nur eine gute halbe Stunde von Hamburg entfernt. „Ich reise quasi vor die Haustür“, sagt Hennings. „Meine Familie wird auch im Stadion sein. Für mich ist es natürlich immer schön, alte Bekannte wiederzutreffen.“ Für die Gastgeber wird es in dieser Partie sportlich um genauso wenig gehen wie für Fortuna. Die Hamburger sind zwar nur drei Zähler hinter dem Stadtrivalen HSV, die um 18 Treffer schlechtere Tordifferenz lässt eine mögliche Aufstiegschance jedoch auf null Prozent schrumpfen. Hennings erwartet dennoch eine gute Stimmung im Millerntor-Stadion. „Sie wäre bei einer Aufstiegschance natürlich nochmal ein Stück besser gewesen“, sagt er. „Aber ich erwarte dennoch, dass die Mannschaft von den Fans gefeiert wird – schließlich hat sie eine Bombensaison gespielt.“

Einen Freundschaftskick erwartet der Routinier von daher keineswegs. Beide Klubs wollen sich bestmöglich aus dieser Saison verabschieden. „Wir haben keinen großen Druck, aber wir wollen natürlich schon unsere Serie aufrechterhalten und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen“, sagt er. „Von daher müssen wir wieder an die Intensität der vergangenen Spiele anknüpfen, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“ Dennoch wird auch Demut gefragt sein – ein Selbstläufer ist die Zweite Liga noch nie gewesen. Und so antwortet Hennings auf die These eines Journalisten, dass die Düsseldorfer in der kommenden Spielzeit ein Favorit auf den Aufstieg seien, mit einem leicht sarkastischen Unterton.

„Ich würde jetzt erst einmal gern diese Saison zu Ende spielen. Dann würde ich empfehlen abzuwarten, welche Vereine überhaupt künftig in der Zweiten Liga mitspielen. Das ist ja auch etwas, was man durchaus berücksichtigen sollte. Vielleicht gewinnt ein Präsident ja vorher noch im Lotto“, befindet er und ergänzt: „Und dann sollten wir gucken, was wir überhaupt für eine Mannschaft auf dem Platz haben. Und wenn man das alles weiß, kann man sich vielleicht irgendwann mal über andere Themen unterhalten. Ich bin zwar optimistisch, dass wir eine gute Mannschaft zusammenstellen werden. Aber ich freue mich jetzt erst einmal auf das letzte Saisonspiel und dann auf den Urlaub. Mit der neuen Saison habe ich mich noch gar nicht
beschäftigt.“