Aufstieg: Fortuna Düsseldorf wird das Dreifache in den Spieleretat stecken

Aufstieg: Fortuna Düsseldorf wird das Dreifache in den Spieleretat stecken

Der Verein ist zwar noch vorsichtig, was den Aufstieg angeht. Aber die ersten Zahlen wurden bekanntgegeben.

Fortuna ist verständlicherweise äußerst vorsichtig, was die Vorbereitungen für die kommende Saison angeht. Schließlich schielt der Fußball-Zweitligist auf den Aufstieg in die Bundesliga, will aber aus Aberglaube nichts vermelden, weil ja noch irgendetwas schief gehen könnte. „Wir sind auch in der Lage, spontan zu feiern“, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer, der ankündigte, dass sich die Fortunen gemeinsam das Spiel von Ingolstadt gegen Kiel am Sonntag ansehen werden, falls Fortuna „nur“ remis gespielt oder in Dresden verloren hat.

Nach den Feiern werden die Planungen für die erste Liga konkreter. Doch ein paar Dinge konnte Fortunas Vereinsführung bereits beim Namen nennen. Natürlich wird sich der Umsatz und der Spieler-Etat bei der Fortuna im Falle des Bundesliga-Aufstieges deutlich erhöhen. Fortuna kalkuliert mit einem Umsatz von rund 65 Millionen Euro. Im Vergleich dazu: der 1. FC Köln soll mit einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro im Sommer in die 2. Liga-Saison gehen.

Fortuna plant mit einem Sportetat (Spieler, Trainer und Funktionsteam) von rund 30 Millionen Euro. „Kein Spieler soll das Gehalts- und damit das Mannschaftsgefüge sprengen“, sagte Schäfer. „Fortuna lebt schließlich vom Teamgeist.“ Der Sportetat für das laufende Jahr liegt zwischen elf und zwölf Millionen Euro — plus der (hoffentlich) noch zu zahlenden Aufstiegsprämien.

Robert Schäfer sieht zudem bei allen Leihspielern eine Chance, sie in Düsseldorf halten zu können. Das gilt nicht nur für die beiden Japaner Genki Haraguchi und Takashi Usami, sondern auch für Florian Neuhaus und Jean Zimmer. Bei Neuhaus könnte den Fortunen in die Karten spielen, dass die Mönchengladbacher, bei denen der 21-Jährige unter Vertrag steht, viele Mittelfeldspieler auf der Gehaltsliste haben und sich möglicherweise nicht für den Europapokal qualifizieren. Die ausgeliehenen Emmanuel Iyoha und Marlon Ritter kehren zurück. Ob sie bleiben oder trotz laufendem Vertrag abgegeben werden, ist noch offen. Alle weiteren Spieler mit bestehendem Vertrag sollen angeblich gehalten werden. kri

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