Fortuna Düsseldorf: Wie Trainer Funkel Fortunas neue Ansprüche bewertet

Aus dem Trainingslager : Wie Trainer Funkel Fortunas neue Ansprüche bewertet

Das zweite Düsseldorfer Trainingslager ist zu Ende. Trainer Friedhelm Funkel schraubt die Ansprüche nach der guten Saison herunter. Linksverteidiger Markus Suttner soll bleiben.

Wie erklärt ein Trainer einer Mannschaft, dass die neue Saison wohl kaum so erfolgreich sein wird können wie die vergangene Spielzeit? „Die Saison mit Platz zehn können wir nicht toppen“, sagt Fortunas Trainer Friedhelm Funkel zum Ende des Sommer-Trainingslagers der Düsseldorfer in Maria Alm.

„Wenn wir Platz 15 erreichen, bin ich 100 Prozent zufrieden.“ In Österreich seien die neuen Spieler schnell und gut integriert worden. „Ich bin sehr erfreut, wie gut das die Mannschaft kann.“ Problematisch sei aktuell nur die Verletzung von Rekordtransfer Dawid Kownacki. „Alle anderen Spieler sind am Dienstag im ersten Training in der Heimat nach drei Tagen verdienter Pause wieder dabei“, sagt Funkel.

Er hofft, dass die polnische Sturm-Hoffnung zu Saisonbeginn wieder zur Verfügung steht – zumindest eingeschränkt. Derweil redet die Fußball-Republik seit Mittwochabend auch über einen Ex-Fortunen: Dodi Lukebakio soll offenbar einen Fünfjahresvertrag bei Hertha BSC Berlin unterschreiben. Von 20 Millionen Euro Ablöse ist die Rede an den abgebenden Premier-League-Club FC Watford, von dem die Düsseldorfer Lukebakio vergangene Saison ausgeliehen hatten.

Für Funkel ist Lukebakio aber Vergangenheit, andere sind Zukunft. Inzwischen kann der Trainer eine erste Einschätzung abgeben, auf welchem Leistungsstand er seine Mannschaft nach vier Wochen Training sieht. Gerade erst hat er nach einem Versteck- und Geduldsspiel seinen siebten neuen Spieler in Lewis Baker vom FC Chelsea mit einer Kaufoption bekommen, wartet nun nur noch auf einen neuen Innen- und wohl auch noch auf einen Linksverteidiger. Der technisch versierte Baker soll den verletzten Düsseldorfer Spielmacher Kevin Stöger (Kreuzbandriss) ersetzen.

Funkel: „Es könnte sein, dass wir defensiver spielen“

Am Spielsystem will Funkel wenig, an der Rückwärtsbewegung viel ändern. „Es könnte sein, dass wir defensiver spielen werden. Dass wir die Umschaltaktionen wieder so erfolgreich abschließen, ist illusorisch“, findet der 65-Jährige. Eben, weil in Benito Raman und Lukebakio zwei wichtige Spieler weg sind. „Andere Mannschaften, die vergangenes Jahr unter uns standen, sind in diesem Jahr deutlich besser aufgestellt“, sagt Funkel, der wohl auch mit Linksverteidiger Markus Suttner rechnen kann: Dessen Ausleihe aus der vergangenen Saison wird in einen Kauf in dieser verwandelt. Aber: Zwölf neue Spieler zu holen, kann für Funkel kein Weg sein. „Der Mannschaftsgeist in der Kabine und auf dem Platz ist für Fortuna Düsseldorf das A und O.“

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