Fortuna Düsseldorf: Wie Funkel seinen Schalke-Fluch brechen will

Fortuna Düsseldorf : Wie Fortuna-Trainer Funkel seinen Schalke-Fluch brechen will

Ein historische Negativ-Rekord: 20 Spiele in Folge hat Fortunas Trainer in der Liga nicht mehr gegen Schalke gewonnen. Wie sich das am Samstag ändern soll.

Normalerweise kann sich Friedhelm Funkel ohne lange nachzudenken an bestimmte Spiele, Resultate oder Namen ehemaliger Profis erinnern. Am Donnerstagmittag musste der 65-Jährige passen. „Klar, diese Serie ist nicht schön“, sagte der Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf. Gemeint war damit seine persönliche Serie gegen den kommenden Gegner FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr). Seit 20 Spielen wartet Funkel inzwischen auf einen Erfolg in der Fußball-Bundesliga gegen die „Königsblauen“. Zuletzt durfte er sich im August 1997 über ein 1:0 mit dem MSV Duisburg gegen die Gelsenkirchener freuen, durch ein Tor von Horst Steffen.

Dass sich der Übungsleiter des Tabellenzwölften nicht spontan an jene Begegnung erinnern konnte, hat freilich nichts mit nachlassendem Erinnerungsvermögen zu tun. Vielmehr war Fortunas Trainer bei der Pressekonferenz anzumerken, wie fokussiert er — und nach seiner Aussage auch seine Profis — vor dem nach Hinrunde und Pokalspiel bereits dritten Aufeinandertreffen mit den Schalkern in dieser Saison ist. „Wir haben in der jüngeren Vergangenheit gute Auswärtsspiele abgeliefert. Ich glaube, dass wir eine Chance haben“, erklärte Funkel, der von seiner Mannschaft jene Attribute fordert, die auch auf Schalke immer wieder gewünscht werden: Mentalität und Leidenschaft.

Sobottka oder Ayhan als Ersatz für Morales im Mittelfeld

Wie in den vergangenen Wochen üblich, werden Funkel und seine Co-Trainer Thomas Kleine sowie Axel Bellinghausen bei der Besetzung der ersten Elf und Reservebank für den Samstag einiges umbauen müssen. Alfredo Morales fehlt nach seiner fünften gelben Karte gesperrt, Adam Bodzek ist nach seinem Muskelfaserriss ohnehin noch keine Option und nun fällt auch der zuletzt so formstarke Kevin Stöger aus. „Er hat einen grippalen Infekt mit Fieber bekommen. Wie aus heiterem Himmel“, berichtete Funkel. „Dienstag war mir schon klar, dass das nichts wird.“

Eine der freien Stellen im Mittelfeld könnte Marcel Sobottka besetzen. Der 24-Jährige ist nach seinem auskurierten Bänderriss „eine Option“, wie der Trainer mitteilte. Genauso gut könne sich Funkel aber auch vorstellen, mit Kaan Ayhan auf der „Sechs“ zu beginnen und dafür André Hoffmann in die Startformation und Innenverteidigung zu beordern. Vieles spricht aber für Sobottka als Morales-Ersatz. „Die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, betonte Funkel. „Er kann sicherlich eine Zeit lang durchhalten. Wie lange das ist, zeigt sich nach so einer Verletzungspause meist erst im Spiel.“

Mit Blick auf seinen Negativ-Rekord gegen Schalke — die längste Sieglos-Serie eines Trainers gegen einen einzelnen Klub in der Bundesliga-Geschichte — fügte Funkel dann noch mit einem Lachen an: „Ich hoffe, dass mir die Spieler am Samstag zur Seite stehen.“

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