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Fortuna Düsseldorf: Was Trainer Christian Preußer zum Konkurrenzkampf bei Fortuna sagt

NRW : Preußer will erst am Freitag finale Entscheidungen treffen

„Zwei, drei Positionen“ für das Samstag-Spiel in Nürnberg sind noch offen.

Der Platz auf der linken Seite von Fortunas Viererkette ist das beste Beispiel. Leonardo Koutris schien dort sicher gesetzt zu sein, hatte sein potentieller Konkurrent Florian Hartherz doch ein nahezu verlorenes Jahr hinter sich. Doch gegen Bremen zeigte sich plötzlich ein ganz anderer Hartherz – jener, den man doch seinerzeit aus Bielefeld haben wollte. Und da Koutris mit Ausnahme seiner herrlichen Flanke zu Rouwen Hennings’ Kopfballtreffer im Pokalspiel in Oldenburg wenig Erbauliches präsentierte, ist der Wettkampf zwischen den beiden wieder völlig offen.

„Auf zwei, drei Positionen ist es ein ganz enges Rennen“, sagt Fortunas Trainer Christian Preußer vor dem Zweitligaspiel am Samstag (13.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg. „Da werden die finalen Entscheidungen erst am Freitag fallen.“ Unmittelbar vor der Abreise nach Mittelfranken also. „Das sind richtig schwierige Entscheidungen, aber so soll das doch auch sein“, erklärt Preußer. „So will ein Trainer das doch haben.“

Bestbesetzung konnte noch
nicht einmal auflaufen

Es ist ja schließlich bitter genug, dass der 37-Jährige seine vermeintliche Bestbesetzung noch zu keinem der bisher drei Pflichtspiele an den Start bringen konnte. Mittelfeldzugang Ao Tanaka war bis zum Donnerstag-Training noch gar nicht eingetroffen, da er die Olympischen Spiele bis zum vorletzten Tag und Japans verlorenem Kampf um Bronze mitmachte und obendrein kein direkter Rückflug aus Tokio möglich war. „Da macht es auch wenig Sinn, ihn am Freitag mit nach Nürnberg zu nehmen“, sagt Preußer. „Ich hatte es einmal überlegt, damit er die Abläufe schon einmal kennenlernt. Aber die zeitliche Abfolge ist zu knapp.“

Gespielt hätte Tanaka nach nur einem Training mit den Kollegen ohnehin nicht, und das kann auch Marcel Sobottka erneut nicht. „Er hat Adduktorenprobleme, konnte die Beine aber immerhin ohne Ball schon wieder belasten“, erklärt der Coach und hofft, dass der Vizekapitän in der nächsten Woche mit Blick auf das dann folgende Heimspiel gegen Kiel wieder fit wird.

Beim 1. FC Nürnberg erwartet Preußer einen offensiv eingestellten Gegner. „Wir haben daher das ganz klare Thema Absicherung“, betont er. „Der Club spielt wie wir mit Gegenpressing. Das heißt, wir müssen sehr aufpassen, dass wir keine unnötigen Ballverluste haben, die zu Gegenstößen führen. Es kommt darauf an, dass die Spieler die richtigen Entscheidungen treffen.“

So wichtig die Partie im Max-Morlock-Stadion ist – als wegweisend erachtet der Trainer sie noch nicht. „In diesen Kategorien denke ich nicht. Es geht um Inhalte wie zum Beispiel, dass wir unser Pressing verfeinern. Wenn wir unsere Sachen gut machen, dann werden wir auch ein gutes Ergebnis erzielen. Was danach kommt, darüber können wir dann nächste Woche sprechen.“