Fortuna Düsseldorf: Warum Funkel den Hype um Lukebakio stoppt

Fortuna Düsseldorf : Warum Funkel den Hype um Lukebakio stoppt

Selten war ein Profi von Fortuna Düsseldorf in den vergangenen 35 Jahren nach einem Spiel so gefragt wie Dodi Lukebakio am vergangenen Samstag in den Katakomben der Münchner Fußball-Arena. Der Stürmer des Bundesliga-Aufsteigers .

„Nur weil Dodi jetzt einmal drei Tore erzielt hat, ist er doch kein Star. Er ist ein Mannschaftsspieler und kann nur innerhalb der Mannschaft solche Leistungen erbringen. Wenn er nicht so supergenaue Zuspiele bekommen hätte, hätte er die Tore nicht gemacht“, sagte Cheftrainer Friedhelm Funkel. So funktioniert das, jemanden auf den Boden zu holen. Funkel macht das nicht zum ersten Mal.

Der Star ist die Mannschaft – kein Einzelner. Ein Credo, das der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts einst bei der deutschen Nationalmannschaft in den Vordergrund stellte. Die Vergleiche zwischen den Europameistern von 1996 und dem aktuellen Kader der Fortuna hinken zwar so gewaltig wie ein Pirat mit einem Holzbein, doch Funkel legte schon immer Wert auf das Kollektiv. Das Ego des Einen, die Launen des Anderen? Das passte noch nie ins fußballerische Weltbild des 64-Jährigen. „Wir haben keine Stars. Die guten Einzelspiele sind auf Dauer nur gut, wenn die Mannschaft auch gut ist.“

Über jenes Kollektiv soll die Fortuna nach den Vorstellungen ihres Trainers auch am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 zum Erfolg kommen. Ob Lukebakio wieder zum Einsatz kommen wird, ließ Funkel bei der turnusmäßigen Pressekonferenz offen. Unter der Woche gab es erstmal einen Kommunikations-Stop für den 21 Jahre alten Belgier: Keine Interviews.
Auch, damit der Stürmer mit kongolesischer Abstammung wieder etwas zur Ruhe kommt. „Er gibt sich gut in der Mannschaft und so wird er auch weiter auftreten. Wenn das nicht der Fall sein sollte, werden die Mannschaft und ich ihn schon zurechtweisen“, stellte Funkel klar.

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