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Fortuna Düsseldorf - Warum die U23 nicht den Anschluss verlieren darf​

Heimspiel gegen Schalke II : Michaty will die Bilanz aufhübschen

Die U23 muss am Sonntag gegen Schalke II abgezockter und zielstrebiger agieren.

(td) Nach acht Spieltagen hält sich die Aussagekraft der Tabelle noch in Grenzen. Zwar nicht mehr in derart engen wie unmittelbar nach Saisonbeginn, allerdings bestehen bis zur Winterpause noch viele Korrektur- und Änderungsmöglichkeiten – bis zum Saisonende erst recht. Und doch ist die Bestandsaufnahme nach dem ersten Viertel schon ein Fingerzeig für die kommenden Wochen. In denen geht es für Fortunas Regionalliga-Fußballer darum, den Anschluss ans Mittelfeld des Klassements nicht zu verlieren.

Die 1:4-Niederlage in Rödinghausen hat dazu geführt, dass die U 23 momentan mit zehn Punkten den 14. Rang belegt; den ersten Nichtabstiegsplatz, falls ein Drittligist aus Nordrhein-Westfalen absteigen sollte. Allerdings trügt der isolierte Blick auf die Platzierung, ist die U 23 des FC Schalke 04 als Tabellenvierter doch nur drei Punkte entfernt. Mehr noch: Sie ist am Samstag (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion) auch der nächste Gegner der Rot-Weißen. Trainer Nico Michaty bemüht sich jedenfalls darum, nicht zu viel Druck entstehen zu lassen. „Jedes Spiel ist wichtig, weil eben alles so eng beieinander ist“, sagt der 48-Jährige. Mit der Zwischenbilanz kann er leben. „Wir wussten, dass die Saison eine sehr große Herausforderung wird. Dafür haben wir es bisher sehr ordentlich gemacht“, betont Michaty. „Die Punkteausbeute entspricht den Leistungen und ist soweit auch in Ordnung.“ Dass sich Preußen Münster, Rödinghausen und der 1. FC Kaan-Marienborn an der Spitze schon ein wenig abgesetzt haben, überrascht ihn nicht: „Es zeigt sich, was zu erwarten war: Zwei Aufsteiger, die sehr ambitioniert sind (neben Kaan-Marienborn noch der 1. FC Düren, Anm. d. Red.), Münster und Rödinghausen oben und eine Liga, die sehr stark und ausgeglichen ist.“ Stark und ausgeglichen – weder das eine Attribut noch das andere gilt indes für die bisherige Ausbeute der Düsseldorfer gegen die anderen Zweiten. Der U 23 von Borussia Mönchengladbach unterlag sie mit 0:3, der U 21 des 1. FC Köln mit 1:3. Im dritten und damit letzten Nachwuchsduell gegen die Schalker will Michaty die Bilanz aufhübschen, weist allerdings auf die ungleichen Voraussetzungen hin. „Schalke hat eine zentrale, erfahrene Achse“, betont der Fußballlehrer und meint damit Tim Albutat (ehemals MSV Duisburg), Andreas Ivan (ehemals Stuttgarter Kickers) und Rufat Dadashov (ehemals Preußen Münster). „Hinzu kommen regelmäßig vier, fünf Profiabstellungen“, sagt Michaty. „Die anderen U 23-Teams haben generell große, breite Kader und andere finanzielle Möglichkeiten. Wir sind da bescheidener unterwegs.“ Und bislang in einigen Momenten noch zu unreif für die Regionalliga, was sich vor allem in der mangelenden Zielstrebigkeit im Angriffsspiel niederschlägt. „Tore zählen, nicht der Ballbesitz, schöne Kombinationen oder Dribblings in ungefährlichen Räumen“, unterstreicht Michaty und schließt sich damit der Kritik an, die Routinier Adam Bodzek nach der Pleite in Rödinghausen geübt hatte. „Wir müssen grundsätzlich reifer werden. Aber das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geht.“ Das derzeit vielleicht beste Beispiel für die fehlende Übereinstimmung von schönen Einzelaktionen und Effektivität vor dem gegnerischen Tor ist Kevin Brechmann. Immer wieder trägt er seinen Teil zu ansehnlichen Spielzügen bei, scheitert aber regelmäßig am Verwerten seiner Chancen: ganz eklatant gegen Lippstadt (3:1), aber auch in Rödinghausen. Gegen Schalke ist Besserung erforderlich, damit der Abstand nach unten nicht schrumpft und nach oben nicht anwächst.