So geht es im DFB-Pokal weiter Warum es für Fortuna jetzt gerne wieder Gladbach werden darf

Düsseldorf · Am Sonntagabend werden die Viertelfinalpaarungen im DFB-Pokal gezogen.

Das letzte Pokalheimspiel war im Oktober 2019 gegen Aue.

Das letzte Pokalheimspiel war im Oktober 2019 gegen Aue.

Foto: dpa/Marius Becker

Es wird mal wieder gelost am Sonntag. Um 19.15 Uhr, um genau zu sein, im Rahmen der ARD-Sportschau. Dann wird im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund wieder die große Lostrommel stehen, mit acht Kugeln darin – in jeder davon das Wappen eines der Viertelfinalisten im DFB-Pokal. Auch das der Fortuna ist dabei, denn die Düsseldorfer haben sich durch ihren 2:1-Sieg beim 1. FC Magdeburg am Dienstagabend für die Runde der letzten acht qualifiziert.

Diese wird diesmal aufgeteilt: Die ersten beiden Partien finden am 30. und 31. Januar statt, die nächsten beiden am 6. und 7. Februar. Drei Spiele werden live in ARD und ZDF übertragen, das vierte im Bezahlsender Sky. Ein Wunsch der Fortuna steht vor der Auslosung über allem: endlich wieder ein Heimspiel! Am 30. Oktober 2019 gab es das zuletzt. Die Düsseldorfer gewannen seinerzeit in der zweiten Hauptrunde vor 20.141 Zuschauern mit 2:1 gegen den damaligen Zweitligisten FC Erzgebirge Aue, scheiterten später erst im Viertelfinale am Viertligisten 1. FC Saarbrücken. Zwölf Auswärtsspiele folgten seitdem im Pokal. Und vor Aue? Da sind auf dem Rückweg entlang des Zeitstrahls auch erst einmal vier Partien auf fremdem Platz notiert, ehe sich das hart umkämpfte 0:1 im Zweitrunden-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 24. Oktober 2017 findet. Davor standen wiederum acht Begegnungen in der Fremde, bis man am 31. Oktober 2012 erneut bei einem Pokal-Heimspiel gegen Gladbach ankommt. Nando Rafael erzielte damals den Siegtreffer für Fortuna zum 1:0 in der Verlängerung.

Heißt unterm Strich: In den zurückliegenden elf Jahren hatte Fortuna im DFB-Pokal seit jenem Rafael-Feiertag zwei Heimspiele, musste aber unglaubliche 24 Mal auswärts ran. Losglück? Das macht seit langem einen großen Bogen um die Landeshauptstadt.

Das Ganze hat zudem noch eine finanzielle Seite. Zwar werden die Zuschauereinnahmen unter dem Gastgeber und dem Gast (sowie dem DFB) geteilt, der Heimverein behält jedoch zusätzlich die Einnahmen aus dem Merchandising ein. Da kann es sich schon um eine stolze Summe handeln – erst recht, wenn durch ein attraktives Heim-Los eine Live-Übertragung in der ARD oder im ZDF anstünde.

Und ein solches attraktives Heimspiel wäre das Los Borussia Mönchengladbach zweifellos. Eine definitiv ausverkaufte Arena und dazu live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – noch dazu mit einer Begegnung, in der Fortuna zwar Außenseiter wäre, aber bei den aktuellen Gegebenheiten keiner der chancenlosen Sorte.

Man denke nur an die beiden knappen Duelle in Stockum 2012 und 2017. All das ist eine Vorstellung, mit der sich Fußball-Düsseldorf anfreunden könnte. Aber ob wirklich mal wieder jemand die Kugel mit dem F95-Wappen zu einer Paarung als erstes aus der Trommel holt? Am Sonntag folgt die Auflösung.

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