Kalenderverkauf ein voller Erfolg So viel Geld spenden die Fortuna-Ultras an soziale Projekte

Düsseldorf · Seit vielen Jahren erstellen Fortunas Ultragruppierungen einen Kurvenkalender. Den Verkaufserlös spenden sie an soziale Projekte in Düsseldorf. Wie viele Spenden sie in diesem Jahr sammeln konnten und wer davon profitiert.

Fortuna-Ultras feuern ihre Mannschaft an.

Fortuna-Ultras feuern ihre Mannschaft an.

Foto: Falk Janning

Anfang Februar hat nicht nur der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale für Freude im Umfeld von Fortuna gesorgt. Denn die Ultras des Zweitligisten gaben darüber hinaus die Summe bekannt, die sie durch den Verkauf ihres traditionellen Kurvenkalenders eingenommen hatten. Und die konnte sich sehen lassen: 20 000 Euro sind zusammengekommen und werden nun an soziale Projekte gespendet. Zugute kommen die Erlöse jeweils zu selben Anteilen der „Leukämie Lymphom Liga“ und der „Elfmeterstiftung“.

Die „Leukämie Lymphom Liga“ ist ein Förderkreis zur Bekämpfung von Leukämie, Lymphomen und anderen Bluterkrankungen. Besonders wichtig ist der Initiative die menschliche Zuwendung während der Behandlung, zudem will sie die Versorgung und die Betreuung der Patienten optimieren. Durch die „Elfmeterstiftung“ werden rückenmarksverletzte- oder erkrankte Kinder und Jugendliche und deren Familien unterstützt. Auch die Forschung auf dem Gebiet der Rückenmarksregeneration fördert die Stiftung.

In diesem Jahr zeigte der Kurvenkalender der Ultras Motive der Kurve bei Heim- und Auswärtsspielen der vergangenen Saison. Während den Heimspielen von Fortuna und an vielen weiteren Verkaufsstellen war der Kalender für zehn Euro erhältlich. Mit Aktionsende bedankten sich die Ultras auf ihrer Homepage „bei allen Spendern und Unterstützern, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Ein weiteres Danke geht an alle Einzelhändler in und um Düsseldorf, die uns seit vielen Jahren tatkräftig unterstützen.“

Bereits seit 2017 verkaufen die Düsseldorfer Ultras jährlich einen Kalender und spenden den Erlös an verschiedene wohltätige Projekte. Damit wollen sie ihrer Verantwortung als soziale Subkultur der Stadt gerecht werden und etwas an hilfsbedürftige Menschen zurückgeben. Nach der ersten erfolgreichen Verkaufsperiode mit einem Erlös von 3000 Euro führten sie den Verkauf in der Folgezeit weiter weiter. Innerhalb von zwei Jahren konnte die Spendensumme vervierfacht werden, und sie steigt kontinuierlich an. Zu den bisher unterstützten Projekten zählen der Gutenachtbus, die Düsseldorfer Drogenhilfe, die Stiftung Kinderhilfezentrum, die Frauenberatungsstelle Düsseldorf und die Flüchtlingsinitiative „Stay!“.

Die Ultras spenden aber nicht nur, sondern verursachen ihrem Vereinen durch Pyrostrafen auch immer wieder immense Kosten. In der aktuellen Saison musste Fortuna bereits eine hohe fünfstellige Summe an Strafen zahlen.

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