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Fortuna Düsseldorf - U23 verliert beim SV Rödinghausen in der Regionalliga 1:4

1:4 nach ordentlichem Beginn : U 23 erwischt einen schwarzen Tag

Die Düsseldorfer halten beim Favoriten nur eine Halbzeit mit. Am Ende heißt es 1:4.

(td) Für Nico Michaty war die Sache eindeutig. „Man muss einen absoluten Sahnetag erwischen, es muss nahezu alles passen, um etwas Zählbares mitzunehmen“, hatte der Trainer von Fortunas Regionalliga-Fußballern vor dem Spiel beim SV Rödinghausen gesagt. Und er behielt Recht. Je länger die Begegnung dauerte, desto weiter entfernte sich die Leistung seiner Schützlinge von der an einem „absoluten Sahnetag“. Nachdem sie gegen zunächst schläfrige Hausherren noch eine ordentliche erste Hälfte gespielt hatten, ließen sich die Düsseldorfer danach innerhalb weniger Minuten förmlich überrollen und gingen am Ende mit 1:4 unter.

Taktisch blieb Coach Michaty dem 4-3-3-System treu, mit dem sein Team am zurückliegenden Wochenende den SV Lippstadt (3:1) besiegt hatte. Allerdings variierte die personelle Besetzung. Die Profileihgaben Nana Ampomah, Michal Karbownik und Kwadwo Baah standen nicht mehr zur Verfügung, als Außenstürmer begannen deshalb Jona Niemiec und Kevin Brechmann. Das Mittelfelddreieck bestand aus Maximilian Adamski, Justin Seven und Soufiane El-Faouzi. Innenverteidiger Niko Vukancic sowie Kapitän Tom Geerkens standen im Kader für das Zweitliga-Spiel gegen Hansa Rostock und nicht zur Verfügung. Tim Corsten bildete mit Routinier Adam Bodzek das Tandem im Abwehrzentrum. Auf der rechten defensiven Außenbahn verrichtete indes Kingsley Marcinek seinen Dienst; erstmals stand der Sommerzugang vom VfB Homberg in der Startelf. Einen fußballerischen Leckerbissen bekamen die 539 Zuschauer im Wiehenstadion in der ersten Hälfte nicht serviert. Während sich die U 23 auf ihre Aufgaben in der Deckung konzentrierte und diese anfangs – bis auf wenige Ausnahmen – erfüllte, fehlte dem Angriffsspiel des Favoriten aus Rödinghausen lange Zeit die Inspiration. Trotzdem verbuchte dieser die Mehrzahl an Torchancen.

Die Flingerner selbst kamen zwar auch immer wieder in die Hälfte des einstigen Regionalliga-Meisters. Gefahr entwickelten sie aber nur nach einem gut getretenen Freistoß von Bodzek, den Rödinghausen-Torwart Tiago Estevao aus dem Winkel fischte. Doch die Ostwestfalen besaßen auch an diesem etwas schwächeren Tag genügend individuelle Qualität – und so gerieten die Düsseldorfer“ noch vor dem Seitenwechsel in Rückstand. Im Fünfmeterraum wand sich Damjan Marceta elegant um Bodzek und schob die Kugel über die Linie. Nach dem Wiederbeginn vergingen keine zehn Minuten, bevor es Fortuna erneut kalt erwischte. Nach einer Flanke von der linken Seite stimmte die Abstimmung zwischen Corsten und Bodzek nicht, sodass Wiemann den Ball einköpfte. Michaty wollte mit einem Dreifachwechsel reagieren, doch Rödinghausen setzte noch vorher den Deckel auf die Partie – und das schon nach genau einer Stunde. Wieder ließ sich die mittlerweile schwächelnde Fortuna-Defensive überrumpeln, Marceta schnürte den Doppelpack. Danach kamen Robin Bird, Luis-Felipe Monteiro und Marcel Mansfeld für Kevin Brechmann, Ephraim Kalonji und El-Faouzi aufs Feld. Doch es half nichts; die überlegenen Hausherren drehten auf. Dank eines Eigentores von Corsten führten sie 4:0. Joker Mansfeld verkürzte den Rückstand später nach einer Ecke.