Gegen Mainz Starke Fortuna verpasst wichtigen Sieg

Mainz/Düsseldorf · Das Team von Uwe Rösler hat viele und die besseren Torchancen in Mainz und schafft es trotzdem nicht, dieses Spiel zu gewinnen. Levin Öztunali trifft beim einzigen Torschuss der Mainzer, Kenan Karaman gleicht immerhin noch zum 1:1 aus.

 Der Mainzer Robin Quaison (l-r) spielt gegen die Düsseldorfer Valon Berisha und Kaan Ayhan.

Der Mainzer Robin Quaison (l-r) spielt gegen die Düsseldorfer Valon Berisha und Kaan Ayhan.

Foto: dpa/Torsten Silz

Alle Fortuna-Fans waren gespannt, wie ihre Mannschaft die Enttäuschungen der vergangenen Woche mit dem 3:3 gegen Hertha und dem Pokal-Aus im Elfmeterschießen gegen Viertligist Saarbrücken verarbeitet hat. Und, welche Reaktion der Fußball-Bundesligist in Mainz, bei einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, zeigt. Am Ende sprang trotz Überlegenheit nur ein 1:1 (0:0) heraus.

Die erste Überraschung war die Aufstellung. In dieser fehlte der beste Torschütze der Fortuna. Rouwen Hennings saß nach schwächeren Leistungen zuletzt auf der Bank. Für ihn stand Erik Thommy neben Kenan Karaman im Angriff der Gäste. Kelvin Ofori blieb zunächst ebenfalls draußen, Bernard Tekpetey und Nana Ampomah sind gleich ganz zu Hause geblieben. Trainer Uwe Rösler hatte zudem die linke Seite gestärkt. Vor Niko Gießelmann spielte dort auch Markus Suttner. Damit sollten wechselweise Karim Onisiwo und Robin Quaison, die besten Torschützen der Mainzer, der Raum genommen werden.

Die Fortuna erwischte einen guten Start. Matthias Zimmermann setzte seinen Schuss aus spitzem Winkel (4. Minute) aber etwas zu hoch an. Von Verunsicherung war über 90 Minuten nichts zu sehen, die Gäste machten das Spiel und hatten nach Karaman-Vorarbeit eine sehr gute Chance durch Erik Thommy, der aber den halbhohen Ball aus kurzer Entfernung nicht verarbeiten konnte. Auch die nächste Chance hatten die Düsseldorfer in Person von Niko Gießelmann. Die Mainzer hatten hingegen große Probleme, ihr Spiel aufzubauen, gefährlich vor das Tor der Fortuna kamen sie zunächst nicht. Immerhin konnten sich die Platzherren langsam etwas besser auf das Spiel der Fortuna einstellen, die nicht mehr so gefährlich vor das Tor des Gegners kam. Das änderte sich in der 35. Minute, als Markus Suttner nur von einer großartigen Parade vom Mainzer Keeper Robin Zentner am Torerfolg gehindert wurde. So blieb es bis zur Pause beim für die Mainzer schmeichelhaften 0:0.

Der eingewechselte Levin Öztunali sollte es für die Mainzer richten. Doch wieder erwischte die Fortuna in Person von Erik Thommy den besseren Start. Diesmal scheiterte er am Torhüter des Gegners, der inzwischen Florian Müller hieß, weil Zentner verletzt in der Kabine geblieben war. Nach einer Stunde hatten die Gäste 14:0 Torschüsse — aber kein Tor.

Und es passierte genau das, was Fortuna immer in solchen Situationen unterläuft. Der erste Torschuss der Mainzer saß, Öztunali traf nach Vorlage von Mateta zum 1:0 aus heiterem Himmel (62.).

Fortuna antwortete mit wütenden Gegenangriffen, hatte weiterhin gute Chancen. Die beste vergab Berisha in der 70. Minute, als er allein vor Müller nur den Torwart anschoss. Auch die Einwechslungen von Hennings und Ofori hatten kaum Effekt, auch nicht die Gelb Rote Karte für Jean-Philippe Mateta, der Andre Hoffmann ins Gesicht geschlagen hatte. Die Mainzer brachten das 1:0 aber nicht über die Zeit, weil Torhüter Müller den Ball nach einem Schuss von Matthias Zimmermann abprallen ließ und der starke Kenan Karaman zum 1:1 vollstreckte.