Nach zwei Spieltagen So haben sich die Ex-Fortuna-Profis bei der EM bisher geschlagen

Düsseldorf · Sieben Ex-Düsseldorfer agieren bei dem Turnier mit unterschiedlichem Erfolg.

Dodi Lukebakio kassierte seine zweite Gelbe Karte.

Dodi Lukebakio kassierte seine zweite Gelbe Karte.

Foto: dpa/Marius Becker

Sieben Ex-Fortunen sind bei der EM dabei. Der Österreicher Kevin Danso und der Slowake Robert Bozenik durften sogar schon an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte in Stockum auf den Rasen laufen. Wir haben uns eiumgesehen, wie es dem Septett der früheren Düsseldorfer bislang ergangen ist. Wobei einer von ihnen, der Däne Mathias Jörgensen, auch nach zwei Gruppenspieltagen immer noch auf eine Einsatzminute für „Danish Dynamite“ wartet. So lief es für die anderen sechs in der zweiten Runde.

Kaan Ayhan

Es war nicht der Tag der Türkei und auch nicht der Tag des früheren Fortuna-Abwehrchefs. Das Halbmond-Team geriet gegen Turnier-Mitfavorit Portugal ordentlich unter die Räder und verlor auch in der Höhe verdient 0:3. Dennoch ist für die Türkei noch nicht alles vorbei, Gruppenplatz zwei hinter den Portugiesen noch drin. Dafür müssten sich Ayhan, der in der Startelf stand und in der 58. Minute ausgewechselt wurde, und die übrigen Türken gegen Tschechien aber deutlich steigern.

Robert Bozenik

Nach dem Traumstart ins Turnier mit dem überraschenden 1:0-Sieg gegen die favorisierten Belgier musste der Mittelstürmer am Freitag die Schattenseite der EM kennenlernen: Mit der Slowakei verlor der Mann, der 2021/22 für Fortuna gespielt hatte, ausgerechnet in der Düsseldorfer Arena 1:2 gegen die Ukraine. Bozenik stand wie in Partie eins in der Startelf und blieb 60 Minuten lang dabei.

Kevin Danso

Zunächst gab es für den Innenverteidiger eine Enttäuschung, dann die Freude: Gegen die Polen in Berlin hatte ihn Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick anfangs auf die Ersatzbank verbannt, dann aber in Minute 59 für den verletzten Gernot Trauner eingewechselt. So erlebte Danso die österreichischen Treffer zum 2:1 und zum 3:1-Endstand sogar auf dem Platz mit.

Dodi Lukebakio

Nach der überraschenden Auftaktpleite gegen die Slowaken krempelte Belgiens Nationaltrainer Domenico Tedesco sein Team kräftig um, und so rotierte der Außenstürmer in die Startelf. Lukebakio, für Fortuna einst Dreifach-Torschütze bei den Bayern, nutzte seine Chance durchaus und überzeugte beim 2:0-Sieg gegen Rumänen. Allerdings sah er seine zweite Gelbe Karte des Turniers und ist somit im Gruppenfinale gegen die Ukraine gesperrt. Warum Tedesco Lukebakio jedoch bereits nach 55 Minuten vom Feld nahm, wird das Geheimnis des Coachs bleiben.

Jakub Piotrowski

Zum direkten Duell mit dem anderen Ex-Fortunen Kevin Danso kam es am Freitag in Berlin nicht, denn als der Österreicher eingewechselt wurde, war „Kuba“ schon wieder draußen. Der Mittelfeldspieler, im Sommer 2022 von Fortuna zu Ludogorets Razgrad transferiert, hatte einen gebrauchten Tag erwischt und musste bereits zur Pause Platz für Jakub Moder machen. Nach zwei Niederlagen kann Piotrowski mit den Polen das Achtelfinale nicht mehr erreichen.

Jonathan Tah

Es war zunächst eine perfekte Endrunde für den gebürtigen Hamburger. Beim 2:0-Erfolg der deutschen Elf über die Ungarn absolvierte er ebenso die komplette Spielzeit wie in Runde eins beim 5:1 gegen Schottland. Beim 1:1 gegen die Schweiz sah er jedoch seine zweite Gelbe Karte des Turniers, wurde nach einer Stunde ausgewechselt und ist im Achtelfinale gesperrt.

(jol)