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Fortuna Düsseldorf: So glücklich ist Daniel Ginczek über sein Comeback bei F95

Bei Generalprobe vor Rückrundenstart : Ginczek kehrt nach Verletzung zurück

Der Angreifer absolviert erstes Spiel nach viermonatiger Verletzungspause.

Auf diesen Moment hatte Daniel Ginczek lange hingearbeitet. Viereinhalb Monate, um genau zu sein. Und zwar unmittelbar von jenem Augenblick an, da sich seine im September beim 1:2 in Heidenheim erlittene Verletzung als Sehnenriss im Oberschenkel herausstellte. Bei Fortunas 1:0-Sieg im Testspiel gegen den Nord-Regionalligisten BSV Rehden kam der 31-Jährige eine Viertelstunde vor dem Ende für Rouwen Hennings in die Partie und feierte sein Comeback.

„Es war natürlich super, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte Ginczek nach dem Schlusspfiff, wegen der eisigen Temperaturen nahe des Gefrierpunkts in eine rote Decke gehüllt, und machte aus seiner guten Laune kein Geheimnis. Sie war sogar so gut, dass der Angreifer über ein paar technische Makel geflissentlich hinwegsah. „Klar, zwei, drei Mal habe ich ein bisschen in den Boden gehackt, wo die Bälle dann zu kurz waren. Aber das verzeihe ich mir heute. Das kommt dann wieder mit der Zeit.“

Fortuna bot biedere
Kost in der Offensive

Ob er nach seinem geglückten Kurzeinsatz im letzten Testspiel der Wintervorbereitung nun auch eine Kaderoption für den Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Magdeburg am kommenden Freitag ist, vermochte Ginczek jedoch nicht zu prognostizieren. „Ich habe jetzt noch mal eine Woche Zeit bis zum nächsten Spiel. Natürlich werde ich nächste Woche auch mit dem Trainer sprechen – oder er mit mir –, wie er plant, was sinnvoll ist für die Mannschaft“, sagte der gebürtige Arnsberger. Und doch ergänzte er selbstbewusst: „Wenn er den Eindruck hat, dass ich helfen kann, dann denke ich schon, dass ich dabei sein werde und hintenraus eingreifen kann. Ich bin bereit.“

Möglicherweise genau zur richtigen Zeit, denn was Fortuna gegen defensiv kompakt stehende Rehdener nicht nur insgesamt, sondern auch in der Offensive anbot, war biedere Kost. Selbst wenn zur ganzen Wahrheit gehörte, dass etliche Akteure krankheitsbedingt oder verletzt fehlten. „Verteidigen, das hat man gesehen, können viele Mannschaften. Das ist das Einfachste im Fußball“, sagte Ginczek. „Du parkst sechs, sieben Leute rund um den Strafraum. Dann ist es nicht ganz so einfach, sich durch zu kombinieren.“

Allerdings legte der Angreifer seinen Finger auch in die Wunde. „Wir hatten schon Situationen, in denen wir außen durchgebrochen sind, dann abgehackt und hintenrum gespielt haben und letztendlich wieder beim Innenverteidiger gelandet sind“, monierte er. „Die Botschaft muss auch ein bisschen sein: Wenn wir mit zwei Stürmern spielen, am Ende hatten wir sogar drei Stürmer auf dem Platz, dass wir mehr flanken und Bälle in die Box kriegen. Dafür haben wir große, kopfballstarke Stürmer.“

Das einzige Tor des Tages erzielte ein Mittelfeldspieler: Felix Klaus. Lange währte seine persönliche Freude darüber jedoch nicht, hatte ihn Ebrima Jobe wenig später doch rüde von den Beinen geholt und dafür die Rote Karte gesehen. Just dann, als sich Ginczek gerade für sein Comeback bereit machte. „Ich habe es deshalb ehrlich gesagt gar nicht so mitbekommen. Es sah aber fies aus hinterher“, sagte der 31-Jährige. „Ich war da gerade ein bisschen mit mir selbst beschäftigt, weil ich mich gefreut habe, dass ich gleich reinkomme.“