Fortuna Düsseldorf siegt 4:1 gegen Bremen - und knackt die 40-Punkte-Marke

Fortuna Düsseldorf : Fortuna siegt gegen Bremen - und knackt die 40-Punkte-Marke

52.500 Zuschauer sehen einen 4:1-Heimsieg gegen Werder Bremen. Raman, Karaman, Hennings und Suttner erzielen die Tore für den Tabellenzehnten.

Der vor der Saison als „Absteiger Nummer eins“ betitelte Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat nach 31 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga die 40-Punkte-Marke geknackt und seinen zehnten Tabellenplatz gefestigt. Im Heimspiel gegen den noch mit Ambitionen auf die Europa-League-Qualifikation angereisten SV Werder Bremen setzte sich die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel mit 4:1 (2:1) durch.

Die Rot-Weißen erwischten in der mit 52.500 Zuschauern ausverkauften Arena einen perfekten Start. Nach 49 Sekunden schloss Benito Raman den ersten Angriff der Gastgeber zum 1:0 ab. Bis dahin waren die Gäste nicht einmal in Ballbesitz. Im Anschluss an einen Eckball von Markus Suttner verpasste der aufgerückte Kaan Ayhan (6.) per Kopf das frühe 2:0. Dies besorgte Kenan Karaman zur Mitte des ersten Durchgangs, als er ein in der eigenen Hälfte gestartetes Solo vollendete und dabei gleich vier Gegenspieler stehen ließ.

Bremen fand durch einen von Max Kruse verwandelten Foulelfmeter (28.) zurück in die Partie. Ayhan hatte Werders Davy Klaassen im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Benjamin Cortus bewertete diesen Zweikampf zunächst nicht als elfmeterwürdig, erst ein Eingreifen des Video-Assistenten sorgte für ein Umdenken.

Karaman überzeugt als Torschütze und Vorbereiter

Auch in Durchgang zwei blieb es eine lebhafte Bundesliga-Begegnung. Diesmal kam Bremen etwas besser aus der Kabine, ein schnelles Tor gelang Werder aber nicht. Der erste große Aufreger war ein Zusammenprall zwischen dem für den angeschlagenen Raman eingewechselten Aymen Barkok und Klaassen. Barkok musste direkt ausgewechselt werden, Klaassen wenig später ebenfalls.

Als der Bremer nach einer Behandlungspause zuvor noch einmal zurück aufs Feld kam, leitete er mit einem Ballverlust das 3:1 für die Fortuna ein. Dodi Lukebakio setzte sich im Zweikampf mit Klaassen durch, setzte Dawid Kownacki in Szene und dieser schickte auf der rechten Seite Karaman auf die Reise. Dessen perfekte Flanke landete auf dem Fuß von Rouwen Hennings, der nach 56 Minuten auf 3:1 stellte.

Bremen gab sich jedoch keineswegs auf und kam durch Gebre Selassie und Kruse zur einen oder anderen Chance. Insgesamt fehlten den Gästen aber ein wenig Biss und ein paar Körner – nach dem Pokal-Halbfinale unter der Woche gegen den FC Bayern München keine Überraschung. Markus Suttner (73.) sorgte schließlich für die Entscheidung, begünstigt vom schwachen Schiedsrichter Cortus, der in der Entstehung ein Handspiel von Kownacki nicht geahndet hatte. In der Schlussviertelstunde lieferte sich Michael Rensing ein kleines Privatduell mit den Bremern. Fortunas Schlussmann reagierte gleich mehrfach glänzend und verhinderte den Anschlusstreffer, den Werder zumindest noch verdient gehabt hätte.

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