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Fortuna Düsseldorf: Sieg in Freiburg ist nur ein erster Schritt

Kommentar : Fortuna Düsseldorfs Sieg in Freiburg ist nur ein erster Schritt

Gute Taktik, viel Leidenschaft — der Sieg in Freiburg war verdient. Aber er ist nur etwas wert, wenn es die Fortuna am Freitag schafft, gegen Hertha BSC nachzulegen.

Ist das Glück endlich zurück, oder hatte die Fortuna diesmal nur ein „super Game-Management“, wie es der Trainer ausdrückt? Beides stimmt, weil die Mannschaft genau in den richtigen Momenten die Tore erzielte, sich von einem nicht gegebenen Tor nicht irritieren ließ und am Schluss auch hin und wieder mit schauspielerischem Talent die Freiburger aus dem Konzept brachte — und kaum eine heikle Situation überstehen musste.

Bei aller Schwäche des Gegners, der weder an die Form der Hinrunde anknüpfen noch kämpferisch überzeugen konnte, hatte die Fortuna sowohl die bessere Taktik, als auch viel mehr Leidenschaft zu bieten. Das ist auch in den kommenden Spielen unerlässlich, den der Erfolg in Freiburg kann nur ein erster Schritt sein. Am Freitag besteht die Möglichkeit, gegen Hertha nachzulegen.

Zwei Dinge spielten beim Erfolg am Samstag eine wichtige Rolle. Diesmal schaffte es die Mannschaft, über die ganzen 90 Minuten ein unbequemer Gegner zu sein und das Spielkonzept durchzuhalten. Die Disziplin stimmte, und endlich gab es mal keine hanebüchenen Fehler, mit denen die Spieler den aufgebauten Turm selbst wieder zum Einsturz brachten.

Vielleicht noch wichtiger ist, dass es erstmals seit langer Zeit keinen Schwachpunkt in der Mannschaft gab. Alle Feldspieler und auch der zuvor von einigen Fans heftig kritisierte Torhüter Florian Kastenmeier traten als Einheit auf. Jeder kämpfte für den anderen und machte die kleinen Fehler wieder gut, die zu großen hätten führen können. Das wird nicht immer funktionieren, aber Uwe Rösler lernt seine Spieler immer besser kennen und weiß nun, auf wen er sich verlassen und wie er sein jeweils favorisiertes System durch die richtigen Spieler umsetzen kann. Das macht Mut.

 Ein Kommentar von Norbert Krings.
Ein Kommentar von Norbert Krings. Foto: Sergej Lepke