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Fortuna Düsseldorf nimmt viel Selbstvertrauen mit​ nach Paderborn

Fortuna Düsseldorf : Fortuna nimmt viel Selbstvertrauen mit nach Paderborn

Friedhelm Funkel warnt davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen. Ob die Dreierkette in Paderborn wieder zum Einsatz kommt, weiß Fortunas Trainer noch nicht.

Friedhelm Funkel schaut auf Paderborn und das Spiel am Samstag in der Benteler-Arena. Er erkennt beim Gegner Parallelen zu seinem Team vor einem Jahr. „Nach acht Spielen waren wir in der vergangenen Saison mit allerdings fünf Zählern 18. in der Bundesliga-Tabelle. Niemand hat etwas auf uns gegeben“, erklärt Fortuna Cheftrainer. „Jetzt steht dort unser nächster Gegner. Irrtümlich glauben wenige, dass sich die Situation für den SC Paderborn noch einmal ändern wird.“ Wie schnell das gehen kann, haben der Trainer, die Spieler, der Verein und die Fans der Fortuna am eigenen Leib in positivster Form erfahren dürfen. Gerade wenn das Funkel-Team dem Aufsteiger am Samstag ein Erfolgserlebnis verschaffen sollte, sieht die Situation für den SCP schon wieder ganz anders aus.

Funkel erwartet einen sehr aggressiven Gegner. „Die Mannschaft wird gegen uns so wie in den Spielen zum Start der Saison auftreten“, sagt der Trainer. „Paderborn ist deutlich stärker als der Tabellenplatz aussagt. Wir werden alles andere tun, als diesen Konkurrenten zu unterschätzen.“ Deswegen hat sich das Trainerteam der Fortuna auch noch nicht für eine Formation oder Taktik entschieden. Sicherlich habe die Dreierkette beim 1:0-Sieg gegen Mainz nahezu perfekt funktioniert. Doch da die Paderborner normalerweise mit zwei Flügelstürmern agieren, würde sich wohl eher eine Viererkette anbieten. „Das kommt aber darauf an, wer hüben und drüben aufläuft“, sagt Funkel, der zwar auf die noch nicht ganz wiederhergestellten Markus Suttner und Oliver Fink verzichten muss, ansonsten aber alle Mann an Bord hat – auch Kenan Karaman, der wegen einer Erkältung einen Tag aussetzen musste und Dawid Kownacki, der nach einem Schlag aufs Schienbein über einen schmerzhaften Bluterguss klagt.

Funkel will auch von den anderen Stürmern, dass sie treffen

Zwar wird laut Funkel erneut das Defensivverhalten seiner Mannschaft eine eine entscheidende Rolle spielen. Aber Fortunas Cheftrainer hofft auch auf die Offensive. „Zwar trifft dort bisher nur ein einziger Spieler, nämlich Rouwen Hennings, zuverlässig, aber wir arbeiten daran, nach einem Führungstor auch ein zweites Tor nachzulegen“, sagt Funkel, der aber auch einräumt, dass sich noch einige der neuen Spieler an die Liga gewöhnen müssen. „Wir benötigen aber unbedingt vorne auch andere Spieler, die treffen.“

Die Erwartungshaltung und der Druck ist zu spüren. Fortuna sollte beim Tabellenletzten gewinnen, um weiter Luft zu schöpfen und andererseits einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf Abstand zu halten. „Trotzdem ist es nicht so, dass wir automatisch gewinnen müssen. Wir wollen gewinnen, aber das ist keine Selbstverständlichkeit gegen einen Gegner, der schon gezeigt hat, welche Qualitäten er hat.“ Dass die Paderborner wesentlich aggressiver auftreten werden als zuletzt der FSV Mainz, das weiß allerdings auch jeder Fortune. Stimmung und Selbstvertrauen haben nach dem Sieg gegen Mainz jedenfalls einen deutlichen Schub bekommen.