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Fortuna Düsseldorf konnte das Glück wieder nicht zwingen

Kommentar : Fortuna Düsseldorf konnte das Glück wieder nicht zwingen

Vorne trifft die Fortuna Düsseldorf zu wenig, in der Defensive gibt es immer noch zu viele entscheidende Fehler.

Diese drei Punkte gegen den SC Freiburg waren eingeplant. Oder zumindest wollte die Fortuna nicht ganz ohne Ertrag am Ende dastehen. Einmütiger Kommentar auf den Tribünen. Der Gegner war einfach cleverer — und effizienter. Aus drei Chancen machten die Freiburger zwei Tore. Und über die individuelle Qualität eines Luca Waldschmidt muss man nicht diskutieren. Das Streich-Team hat mindestens einen Spieler, der mit seiner Klasse ein Spiel entscheiden kann. Die ganz große Qualität in der Offensive sucht man bei der Fortuna derzeit vergebens. Natürlich ist Rouwen Hennings ein Spieler, der solche Chancen, die ihm unvermutet auf den Kopf fallen, nutzen kann. Auch Kenan Karaman hat schon nachgewiesen, dass er treffen kann. Doch die zweite entscheidende Szene des Spiels, als der türksiche Nationalspieler gleich zwei 100prozentige Chancen vergibt, zeigen das augenblickliche Dilemna.

Nach dem Treffer zum 1:0 schafft es die Fortuna zudem nicht, den Vorsprung mit in die Pause zu nehmen. Und die größte Möglichkeit, das Spiel in die richtige Bahn zu lenken vergibt eine Mannschaft, die derzeit absolut keinen Lauf hat.

 Ein Kommentar von Norbert Krings.
Ein Kommentar von Norbert Krings. Foto: Sergej Lepke

Es ist auch kein Mentalitätsproblem, das ist der Mannschaft nicht vorzuwerfen. Aber wie aus einem Guss spielt das Funkel-Team derzeit auch nicht. Das Glück zu zwingen, wie es in der Rückrunde der vergangenen Saison immer wieder gelang, ist derzeit aus diversen Gründen nicht möglich. Wer hinten Fehler macht, muss vorne treffen. Da hilft es auch nicht, dass Fortuna  bisher in jedem Saisonspiel mindestens ein Tor erzielt hat. Es gilt, konzentrierter zu arbeiten, resoluter zu sein und offensiv mehr Geschlossenheit und Zusammenarbeit an den Tag zu legen. Sonst läuft Fortuna der Musik bald ganz hinterher.