Fortuna Düsseldorf kämpft Sandhausen nieder

Fortuna Düsseldorf kämpft Sandhausen nieder

Bis zur letzten Minute mussten die Fans von Fortuna Düsseldorf zittern, dann stand der knappe 1:0-Sieg durch Hoffmanns Kopfballtor gegen den Angstgegner fest. Ein starker Torhüter Raphael Wolf parierte einen Elfmeter.

Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat in einem umkämpften Spiel einen weiteren Schritt gemacht. Im Spiel gegen den SV Sandhausen kam der Tabellenführer zu einem glücklichen, aber nicht ganz unverdienten 1:0 (1:0)-Erfolg. Von den guten Wünschen der Düsseldorfer Tollitäten begleitet, mit den Karnevalstrikots bekleidet und angefeuert von knapp 22000 Zuschauern ging die Fortuna in der vermeintlich stärksten Aufstellung in dieses wichtige Spiel gegen den Tabellenvierten der 2. Bundesliga.

Während sich Robin Bormuth auf der Tribüne wiederfand, obwohl er sowohl gegen Aue und in Kaiserslautern in der Startelf gestanden hatte, rutschte Andre Hoffmann wieder in die Viererkette. Dass der Ex-Hannoveraner kopfballstark ist, wussten die Gäste offensichtlich noch nicht. Nach einer Ecke von Genki Haraguchi sorgte Hoffmann mit einem Kopfball in die lange Ecke für den idealen Start der Fortuna.

Die Platzherren profitierten von diesem Treffer, spielten beseelt weiter, aber auch mit einem gehörigen Maß an Vorsicht. Und warum sie das tun mussten, deuteten die Sandhäuser mehrfach an, ohne dann aber ganz gefährlich zu werden. Aber die eine oder andere Unstimmigkeit in Fortunas Abwehr deckten die Gäste schon auf. Und Fortuna fehlte die Souveränität, die letzte Genauigkeit und auch die Geduld im Spiel, um auf die Fehler des Gegners zu warten. Dafür spielte die Funkel-Elf defensiv sehr diszipliniert, weil alle Spieler sehr viel Laufarbeit leisteten.

Mit einer Doppelverletzung und Auswechslung begann die zweite Hälfte nach einem Kopfballduell. Sowohl Genki Haraguchi als auch Philipp Klingmann mussten ausgewechselt werden. Die Begegnung brauchte einige Zeit, um wieder in Fahrt zu kommen. Doch ein spielerischer Leckerbissen wurde es nicht, dazu waren beide Kontrahenten viel zu vorsichtig.

Zudem hatten die Gäste gerade im Spiel nach vorne selten Ideen und damit auch kaum Durchschlagskraft. Die Abwehr der Fortuna, die besonders in der Innenverteidigung keine Schwächen erkennen ließ, machte es dem Gegner aber auch nicht leicht. In der Vorwärtsbewegung war es das erwartet zähe Ringen, um eine Lücke zu finden. Raman und Hennings waren glänzend abgeschirmt.

Das Spiel das auf sein Ende zuzuschaukeln schien, erlebte dann noch eine spannende Schlussviertelstunde. Genau 15 Minuten vor dem Ende erlaubte sich Kaan Ayhan in höchster Not ein Handspiel, das zu einem Elfmeter führte. Es schien so, als würde die Fortuna erneut einen Vorsprung nicht über die Zeit bringen können. Doch Raphael Wolf zeigte erneut seine Klasse, als er den Versuch von Tim Kister hielt und die Fortuna rettete. Und der Keeper musste eine weitere Glanztat zeigen, als er einen Kopfball von Andre Hoffmann, der sich nicht anders zu helfen wusste, aus dem rechten unteren Eck fischte. Fortuna wollte jetzt nur noch den Vorsprung über die Zeit bringen, nach vorne wurden die Konter nur noch überhastet und hektisch vorgetragen, so dass die Gäste immer wieder zu Angriffen kamen, die aber von einer massierten Abwehr der Platzherren mit letztem Einsatz unterbunden werden konnten. So sicherte sich die Fortuna die wichtigen drei Punkte.

Mehr von Westdeutsche Zeitung