Emotionaler Instagram-Post So kämpft Isak Johannesson um eine gemeinsame Fortuna-Zukunft mit Christos Tzolis

Düsseldorf · Iaak Johannesson will bei Fortuna bleiben – und zwar gemeinsam mit Christos Tzolis.

 Will bleiben: Isak Johannesson (l.) mit Christos Tzolis.

Will bleiben: Isak Johannesson (l.) mit Christos Tzolis.

Foto: Moritz Mueller

Es ist schon eine ziemlich besondere Verbindung, die da zwischen Christos Tzolis, Isak Johannesson, Fortuna und deren Fans entstanden ist. Im zurückliegenden Sommer sind Tzolis und Johannesson als weitgehend unbeschriebene Blätter sogar erst nach dem Start der Zweitliga-Saison auf Leihbasis an den Rhein gewechselt, doch sie haben sich in Düsseldorf auf Anhieb zurechtgefunden, sind prächtig aufgeblüht und dürfen einen großen Anteil am ungeahnten Erfolg und dem Einzug in die Relegation gegen den VfL Bochum für sich reklamieren. Das Problem: Zumindest im Fall von Tzolis deutet einiges auf einen baldigen Abschied hin.

Fortuna könnte den frischgebackenen Torschützenkönig bei einem Bundesliga-Aufstieg zwar für fünf und bei einem weiteren Jahr in der Zweitklassigkeit für 3,5 Millionen Euro per Kaufoption von Norwich City verpflichten. Selbst wenn der Klub dieses Geld aufbringen würde, wäre Tzolis aufgrund seines Gehalts von dann wohl mehr als einer Million Euro pro Jahr kaum zu finanzieren. Den vom FC Kopenhagen ausgeliehenen Johannesson könnten die Düsseldorfer derweil ebenfalls per Kaufoption für ungefähr zwei Millionen Euro fest an sich binden.

Dass beide Akteure, die sich auch außerhalb des Platzes sehr gut verstehen, über den Sommer hinaus bei Fortuna bleiben, ist aufgrund der finanziellen Hürden so gut wie ausgeschlossen. Doch offenbar wünschen sich Tzolis und Johannesson genau das: auch in der kommenden Saison gemeinsam das rot-weiße Trikot zu tragen. Nach dem 3:2-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg hat zumindest der Isländer auf seinem Instagram-Kanal ein Bild veröffentlicht, das ihn und den griechischen Nationalspieler samt dessen Torjägerkanone zeigt. Darunter schreibt er, explizit an den Klub adressiert: „Können wir bitte zusammen bleiben?“

Eine Gesamtgemengelage, die sicherlich die Herzen aller Fortuna-Fans höherschlagen lässt. Denn so sehr, wie sich Tzolis und Johannesson mit dem Verein identifizieren, so sehr hat die Anhängerschaft das Duo lieb gewonnen. Realistisch ist das Szenario eines Verbleibs beider Akteure derzeit aber eben nicht. „Wir wissen, dass wir im Zweitliga-Fall auf keinen Fall sagen können, wir verpflichten Christos und Isak – und darüber hinaus machen wir noch ein paar andere Dinge“, hat Sportvorstand Klaus Allofs unlängst im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt. „Und das wird so auch nicht im Erstliga-Fall möglich sein.“

Dabei hätte das Duo seine gemeinsame Zukunft in Düsseldorf selbst in der Hand, sofern Tzolis und Johannesson denn freiwillig auf eine ganze Menge an Geld verzichten würden. Explizit auf die Situation der Norwich-Leihgabe bezogen, hat Allofs betont: „Es gibt natürlich Szenarien, bei denen es möglich wäre, ihn zu halten. Und deshalb wollen wir alles ausloten, führen viele Gespräche mit Christos, seinem Berater und auch Norwich City.“

Namentlich Tzolis, der seine zuvor etwas lahmende Karriere bei Fortuna unter Trainer Daniel Thioune überhaupt erst wieder in Schwung gebracht hat, wäre auch in der Bundesliga ein großer Gewinn. Und seine Motivation ist vor der anstehenden Relegation gegen Bochum unermesslich. „Jeder von uns freut sich. Wenn wir eine Bundesliga-Mannschaft werden wollen, müssen wir auch gegen eine Bundesliga-Mannschaft gewinnen“, sagt der Grieche. „Bochum ist in keiner wirklich guten Verfassung und trotzdem ein starker und vor allem physisch guter Gegner. Das werden zwei herausfordernde und enge Spiele. Ich bin aber wirklich positiv, was die kommenden Tage betrifft.“

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