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Leistungszentrum: Fortuna Düsseldorf: „Jeder Dorfverein hat mehr Komfort“

Leistungszentrum : Fortuna Düsseldorf: „Jeder Dorfverein hat mehr Komfort“

Das neue Leistungszentrum für den Nachwuchs soll im November 2018 fertig sein. Fortuna will dann zumindest auf Augenhöhe mit der Konkurrenz aus der 2. Liga sein.

Düsseldorf. Endlich nehmen die Planungen konkrete Formen an. Und im November 2018 soll bereits alles fertig sein. Fortunas neues Gebäude für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) muss zwar noch die (offensichtlich nur noch kleine) Hürde im Rat am 13. Juli nehmen. Die Zustimmung zur städtischen Beteiligung soll aber inzwischen Formsache sein.

Die Entscheidung des Landes NRW, ob es einen günstigen Kredit von 3,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm für Amateursport gibt, wird vom Verein noch bis Ende Juni erwartet. „Falls dies aus irgendwelchen Gründen nicht klappen sollte, haben wir dafür auch einen Plan B in der Tasche“, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer, der am Donnerstag den Mitgliedern und am Freitag den Medien die komplette Planung des Sieben-Millionen-Euro-Projektes gemeinsam mit den Vorständen Erich Rutemöller und Sven Mühlenbeck sowie NLZ-Leiter Frank Schaefer präsentierte.

So wurde auch noch einmal begründet, warum der Bau dieses Zentrums für den Nachwuchsfußball der Fortuna so wichtig ist. „Die Jugend ist für unseren Verein von einer großen strategischen Bedeutung“, sagte Schäfer und setzt damit auf Identität. Aber auch die Transferpolitik könne so positiv beeinflusst werden, wenn es gelingt, möglichst viele eigene Talente an den Profikader heranzuführen. „Wir sind nicht in der Lage, mit den Großen der Branche um überregionale Talente mitzubieten“, sagte Frank Schaefer, der sich seit Amtsantritt um die Planung des neuen Zentrums gekümmert hat. „Wir sind derzeit weder wettbewerbsfähig, noch auf Augenhöhe, und auch später müssen wir uns ganz auf die regionalen Talente konzentrieren.“ Es sei einfach schade, dass derzeit 60 große Talente aus Düsseldorf in anderen Nachwuchszentren ausgebildet werden. Junge Spieler von kleinen Vereinen sind nicht gerade begeistert, wenn sie die Infrastruktur am Flinger Broich erleben. „Da hat bislang jeder Dorfverein mehr Komfort“, sagte Schaefer. Ein Internat ist hingegen in den nächsten Jahren am Flinger Broich nicht geplant.

Ab Ende nächsten Jahres werden die Kicker-Talente auf einer Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern professionelle Bedingungen vorfinden. In dem dreigeschossigen Gebäude, das am Flinger Broich auf Höhe des Vereinsheims des einstigen SC Flingern errichtet wird, erhält jede Fortuna-Jugendmannschaft eine eigene, sehr funktionell ausgestattete Kabine. Zudem ist die neue Heimat für die Jugend-Mannschaften mit einem großen Kraft-, Fitness- und Regenerationsbereich ausgestattet. Auch die schulpädagogische Betreuung in eigens dafür ausgestatteten Unterrichtsräumen und die sportlergerechte Ernährung über die Vollküche und den Speiseraum sind sichergestellt.

„Nachdem ich die ersten Entwürfe gesehen habe, war ich direkt begeistert von der vollumfänglichen Ausstattung des Gebäudes“, sagte der Leiter des NLZ, dem es grundsätzlich in erster Linie nicht darum geht, dass die Jugendmannschaften der Fortuna leistungsmäßig ganz vorne stehen, sondern es immer mal wieder gelingt, dass Spieler den Sprung in den Profikader schaffen. Zuletzt standen sechs Spieler (Bormuth, Bebou, Lucoqui, Iyoha, Duman und Wiesner), die bei der Fortuna ausgebildet worden sind, im Profikader.