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Fortuna Düsseldorf - Im Angriff des Zweitligisten dominiert weiter der Faktor Erfahrung

Unser Rückrunden-Zeugnis, letzter Teil : Sturm: Hennings bleibt eine echte Bank

Rouwen Hennings und Daniel Ginczek haben die 30 überschritten. Auf sie war trotz ihres Alters Verlass.

Mit der Notengebung für Stürmer ist es immer so eine Sache. Oft sieht man die klassischen „Neuner“ über weite Strecken eines Spiels fast überhaupt nicht – und dann schlagen sie plötzlich zu und machen den oder die entscheidenden Treffer. Fortuna macht dabei keine Ausnahme, und so sind die Bewertungen, die unsere Redaktion für die Leistungen der Profis in vorderster Linie festgelegt hat, immer auch geprägt von deren Tor- und Vorlagenquoten.

Hier folgt nun also der vierte und letzte Teil unseres großen Rückrunden-Zeugnisses für die Düsseldorfer Spieler, errechnet aus den Noten, die nach jedem Ligaspiel für alle mehr als 30 Minuten pro Partie eingesetzten Akteure vergeben wurden.

Daniel Ginczek Noch passte nicht alles bei dem Angreifer, den die Düsseldorfer in der Winterpause durchaus überraschend vom VfL Wolfsburg loseisen konnten. Ginczek hatte allerdings bei den Niedersachsen so gut wie keine Spielpraxis mehr bekommen, so dass er sich bei Fortuna erst einmal wieder in einen Rhythmus hineinfinden musste. Dabei behinderte ihn zudem eine hartnäckige Wadenverletzung. Wenn „Ginni“ allerdings eine richtige Vorbereitung hat und fit dabei ist, kann er ein ganz entscheidender Mann werden, was er vor allem beim 3:0 gegen Ingolstadt und beim 2:2 in Karlsruhe andeutete. Im Auftaktspiel ist er jedoch wegen seiner dummen Roten Karte aus dem Darmstadt-Spiel gesperrt. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,25

Rouwen Hennings Ginczek ist 31, Hennings gar 34: Fortunas Top-Stürmer sind eher schon in die Zielgerade ihrer Karrieren eingebogen. Diese Gerade kann jedoch besonders in Hennings‘ Fall noch lang werden, denn in der abgelaufenen Saison bewies der Norddeutsche wieder einmal seine Torjägerqualitäten. 13 Treffer erzielte Hennings in der Zweiten Liga, zudem zwei im DFB-Pokal. An diese Quote kommt kein zweiter Fortune auch nur annähernd heran. Sein eher mäßiger Notenschnitt ist vor allem darauf zurückzuführen, dass ihm der Spielstil des früheren Trainers Christian Preußer nicht entgegenkam; unter Thioune ist Hennings wieder eine echte Bank geworden. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,21


Emmanuel Iyoha Die Seuchenphase des gebürtigen Düsseldorfers scheint vorbei, seine Gesundheit hat sich nach Pfeifferschem Drüsenfieber und muskulären Problemen endlich stabilisiert. Für „Emmas“ Form gilt das noch nicht, denn bislang fehlt dem 24-Jährigen noch die Zielstrebigkeit und Effektivität. Ein Treffer gegen Darmstadt 98 – diese Bilanz ist zu wenig, um sich einen Stammplatz im Angriff zu erarbeiten. Bei seiner Durchschnittsnote, der besten der drei Haupt-Angreifer, profitierte Iyoha davon, dass bei nur sieben bewerteten Einsätzen seine allerdings hochverdiente „Eins“ aus dem 1:1 in Paderborn stark ins Gewicht fiel. Aber es geht mehr bei „Emma“, und das will Thioune unbedingt herauskitzeln. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,10

Robert Bozenik Viele hatten bereits in der Winterpause mit dem vorzeitigen Abgang der Leihgabe von Feyenoord Rotterdam gerechnet. Doch Bozenik blieb, allerdings ohne den erhofften Effekt. Nur gegen Nürnberg und bei Holstein Kiel durfte der slowakische Nationalstürmer mehr als eine halbe Stunde lang mitspielen, erhielt dabei  zweimal ein „ausreichend“. Folgerichtig verlässt Bozenik die Fortuna im Sommer wieder.

Lex-Tyger Lobinger Der Torjäger der U 23 wurde in den Profikader hochgemeldet, doch den richtigen Sprung hat er bislang nicht geschafft. Zwar gehörte der 23-Jährige fast jedes Mal zum Spieltagskader und hängte dabei sogar Bozenik ab. Meist reichte es aber nur zu wenigen, letztlich dann nicht benoteten Kurzeinsätzen in der Schlussphase. Beim 1:1 gegen den HSV verdiente er sich jedoch einmal eine gute „Drei“.