Fortuna Düsseldorf geht in Frankfurt unter

Bittere Niederlage : Fortuna Düsseldorf geht in Frankfurt unter

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf kassiert beim 1:7 (0:3) in Frankfurt eine Klatsche und offenbart eklatante Defizite in der Defensive.

Mit überbordendem Selbstvertrauen sind Fußball-Mannschaften nach drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor aus dem Spiel heraus in der Regel nicht ausgestattet. Trotzdem hatten sich Spieler und Trainer von Fortuna Düsseldorf vor dem Auswärtsspiel am achten Spieltag bei Eintracht Frankfurt nicht klein geredet und branchenüblich betont, dass solche Serien und Durststrecken für einen Bundesliga-Aufsteiger nicht unüblich sind. Die torlose Zeit ging durch den Treffer von Dodi Lukebakio zwar zu Ende, doch die vierte Niederlage in Folge konnte der nicht verhindern. Beim 1:7 (0:3) erlebt das Team von Friedhelm Funkel ein wahres Debakel und bleibt damit auf einem Abstiegsplatz.

Der Europa-League-Teilnehmer aus Hessen hatte das Geschehen von Beginn an fest im Griff. Nur selten lief der Ball durch die Reihen der Gäste. Und wenn das der Fall war und die Frankfurter Offensivspieler mal für einen Moment nicht gegen Fortunas Abwehrkette anliefen, so ging das Spielgerät doch wieder schnell verloren. Den ersten nennenswerten Abschluss gab es aber dann doch von den Rot-Weißen. Alfredo Morales hatte nach scharfer Hereingabe von Matthias Zimmermann zum Schuss (13.) angesetzt, doch der Versuch des Mittelfeldspielers wurde von Makoto Hasebe geblockt.

Frankfurts Luka Jovic jubelt nach deinem Tor zum 3:0. Foto: dpa/Arne Dedert

Fortuna fehlte es an allem

Ab diesem Moment war auch in den Aktionen der Eintracht Zug drin. Und innerhalb von einer Viertelstunde sorgte das Sturmduo Haller/Jovic für die mutmaßliche Entscheidung. Nach Überprüfung mit dem Videobeweis entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin auf ein elfmeterwürdiges Handspiel von Adam Bodzek bei einem Schuss von Lucas Torro. Haller traf vom Punkt, Jovic wenig später mit einem Seitfallzieher und dann von der Strafraumgrenze aus.

Der Fortuna fehlte es an allem. Immer wieder standen die Abwehrspieler zu weit von ihren Gegenspielern, kaum ein entscheidender Zweikampf wurde gewonnen. Nach vorne ging in der ersten Hälfte wenig, nach dem Seitenwechsel stand Schadensbegrenzung im Vordergrund. Vergeblich. Frankfurt spielte die Fortuna schwindelig. Alle sieben Tore gingen auf das Konto des überragenden Sturm-Duos Luka Jovic (fünf) und Sebastien Haller (zwei).

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