Fortuna Düsseldorf gegen Leverkusen: Leverkusen souverän, Fortuna begeht zu viele Fehler

Niederlage in Düsseldorf : Leverkusen souverän, Fortuna begeht zu viele Fehler

Die Düsseldorfer unterliegen bei ihrer Heimpremiere der Saison 2019/20 mit 1:3. Bereits nach 39 Minuten hat Bayer die Weichen auf Sieg gestellt.

Eine Woche nach dem umjubelten Saisonstart hat Fortuna Düsseldorf den ersten Dämpfer in der noch jungen Saison hinnehmen müssen. Am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga verlor die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel ihr erstes Heimspiel vor 44.538 Zuschauern in der Arena gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit 1:3 (0:3).

Dass Funkel in zwei aufeinanderfolgenden Begegnungen dieselben elf Profis auf den Rasen schickt, kommt selten vor. Am Samstagnachmittag aber war genau das der Fall. Der 65-Jährige veränderte seine Startformation gegenüber dem 3:1-Auftaktsieg vor einer Woche in Bremen nicht, setzte auf den Außenpositionen erneut auf Markus Suttner und Erik Thommy sowie in der Zentrale auf Alfredo Morales und Lewis Baker. Am Festhalten der Bremen-Elf lag es freilich nicht, dass im ersten Durchgang alles gegen die Fortuna lief.

Baker durchlebte nach seinem gefeierten Bundesliga-Debüt an der Weser wenige Minuten nach dem Anpfiff ganz andere Emotionen. Nach einer Hereingabe von Karim Bellarabi lenkte der Engländer den Ball unglücklich ins eigene Tor – Leverkusen durfte nach sechs Minuten jubeln.

Es dauerte ein wenig, dann fand der Außenseiter etwas besser in den Rhythmus. Doch die „Werkself“ blieb die bessere Mannschaft. Zunächst klärte Suttner einen Kopfball von Sven Bender (19.) für seinen bereits geschlagenen Torhüter Zack Steffen auf der Linie, dann erzielte Charles Aranguiz das 2:0 (34.) für das Team von Trainer Peter Bosz. Der Videoschiedsrichter hatte die Szene noch einmal überprüft, bei der Ballannahme des Chilenen aber kein Handspiel gesehen. Leverkusen nutzte die Lücken in der Düsseldorfer Defensive eiskalt. So wie nach 39 Minuten, als Bellarabi nach Vorarbeit von Kevin Volland den bemitleidenswerten Steffen zum dritten Mal überwand.

Alfredo Morales ist auffälligster Fortune

Der zweite Durchgang begann wie der erste. Leverkusen dominierte – spielerisch und von der Körpersprache her blieb es ein überzeugender Auftritt der Bosz-Elf. Auf der anderen Seite zeigte sich die Fortuna unermüdlich bemüht, doch gelingen sollte nach wie vor wenig. So verlebte Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky bis in die Schlussphase einen ruhigen Nachmittag. Einen Freistoß von Baker entschärfte er mühelos (56.), der bis dahin beste Versuch von Morales (76.) rauschte über die Querlatte.

Kurz darauf hatte die Fortuna dann aber doch Grund zum Jubeln. Morales verkürzte neun Minuten vor dem Ende auf 1:3. Mehr ging allerdings nicht mehr, obwohl die Gastgeber bis zur letzten Sekunde alles versuchten. Am Ende stand der verdiente Auswärtserfolg der „Werkself“ fest.

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