Fortuna Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf: „Gegen die Bayern gewinnen wir mit 2:1“

Fortuna Düsseldorf : Fortuna Düsseldorf: „Gegen die Bayern gewinnen wir mit 2:1“

Matthias Zimmermann hat mit Stuttgart gezeigt, wie beim Rekordmeister zu gewinnen ist. Mit Fortuna würde er dies gerne wiederholen.

Maria Alm. Das werden die Fans der Fortuna sehr gerne hören. „Wir gewinnen gegen den FC Bayern mit 2:1. Ich weiß, wie das geht“, sagt Matthias Zimmermann, der in seinem letzten Spiel mit dem VfB Stuttgart in München mit 4:1 gewonnen hatte. „Wir können auch gegen jede andere Mannschaft erfolgreich sein, wenn wir alles geben und uns keine Fehler leisten.“ Natürlich gibt es da für den 26 Jahre alten Neu-Düsseldorfer noch ein ganz besonderes Spiel in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga. Das gegen den VfB Stuttgart. „Vierter Spieltag, Freitagabend, 20.30 Uhr“, kommt es wie aus der Pistole geschossen von Zimmermann. „Ich habe mich da drei Jahre lang wohlgefühlt, aber ich habe noch eine Rechnung mit dem VfB offen.“

Denn Zimmermann will dem VfB unbedingt zeigen, was er kann — und dass es falsch war, dass ihm dort keine Chance mehr gegeben wurde, obwohl er nach einer langen Kreuzband-Verletzung (sieben Monate Pause) körperlich stark zurückgekommen war. „So wie ich dort verabschiedet wurde, fand ich das nicht ganz korrekt“, erklärt Zimmermann, ohne allerdings konkreter zu werden.

Eine ganze Saison mal durchzuspielen, ist sein großes Ziel. „Das ist in Düsseldorf machbar, deshalb bin ich auch hierher gekommen.“ Dass es dafür ausgerechnet zu einem Zweikampf um die Position des rechten Außenverteidigers mit seinem Fast-Namensvetter Jean Zimmer kommt, glaubt Zimmermann nicht. „Wir können auch beide zusammen auf der rechten Seite auflaufen. Ich bin zudem in der Lage, auf der Sechs zu spielen“, sagt er zu seinem neuen Mitspieler, den er natürlich aus seiner gemeinsamen Zeit in Schwabens Metropole kennt. Doch in einem ersten längeren Gespräch hat ihm sein neuer Trainer erklärt, dass er in erster Linie für die Position des rechten Außenverteidigers vorgesehen sei.

In seiner wenig befriedigenden Zeit von fünf Jahren in Mönchengladbach hat Zimmermann die rheinische Mentalität bereits näher kennengelernt. „Ich finde es klasse, wenn die Menschen im Rheinland offen auf mich zukommen. So ein Typ bin ich auch“, sagt der Neuzugang, der sich schnell eingefügt hat. „Ich sehe bereits, dass ich hier einiges bewegen kann“, sagt Zimmermann, der schon vor dem Trainingsstart eine Woche in Stuttgart geschuftet hat, um sich „richtig fit zu machen“.

Es soll unbedingt vorangehen in seiner Karriere, so ist auch Zimmermanns Ungeduld zu erklären. Mit Aufsteiger Stuttgart hat er im vergangenen Jahr die Erfahrung gemacht, dass ein Aufsteiger nicht direkt ein Abstiegskandidat sein muss. Viele Spieler der Fortuna hätten Bundesliga-Routine und müssten nun vor allem ihre individuelle Erfahrung mit einbringen. „Wenn wir als Team funktionieren, gut stehen, wenig Fehler machen und alles geben, haben wir eine Riesenchance, in der Bundesliga zu bleiben“, sagt der 26-Jährige.

Dann wäre es auch nicht ganz so dramatisch, wenn es nichts aus dem prophezeiten Sieg bei den Bayern wird. „Wir haben jedenfalls nichts zu verlieren, und das ist eine Herausforderung für den gesamten Verein“, sagt Zimmermann und outet sich damit zum zweiten Mal als Optimist.

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