Fortuna Düsseldorf: Funkel plant schon die neue Saison

Fortuna Düsseldorf : Funkel plant schon die neue Saison

Mit dem Hinspiel und dem 4:1-Sieg gegen Berlin kam die Trendwende zum Positiven. Bei der Hertha soll das Punktekonto der Fortuna weiter aufgefüllt werden. Gleichzeitig laufen die Planungen für die nächste Saison.

Völlig in sich ruhend verspeist Friedhelm Funkel kurz vor Beginn der wöchentlichen Pressekonferenz den den dort traditionell gereichten Kartoffelsalat mit Würstchen. Fortunas Cheftrainer freut sich auf die schwere Auswärtsaufgabe, die er am Samstag mit seiner Mannschaft bei Hertha BSC Berlin bestehen muss. „Es stimmt, dass ich vor dem 28. Spieltag so entspannt hier sitzen kann, hätte ich vor Saisonbeginn nicht erwartet“, sagt Funkel. Am Ziel sei die Fortuna aber noch nicht. Den ein oder anderen Punkt wolle man noch holen. Dass seine Mannschaft sogar die Chance hat, die Hertha mit einem Sieg dort nach Punkten zu überflügeln, ist in den Augen des Cheftrainers ein schöner Nebeneffekt.

Aber deshalb fahren wir nicht nach Berlin. „Das Ziel ist nicht, irgendeinen Verein ein- oder zu überholen, sondern Spiele zu gewinnen.“ Es sei ein tolles Gefühl zu spüren, was seine Mannschaft in der Spielzeit bisher geleistet habe.

Funkel ist also davon überzeugt, dass seine Mannschaft den Klassenerhalt bereits geschafft hat. Das führt er nicht so sehr auf die mangelnde Qualität der hinter der Fortuna um das Überleben in der Erstklassigkeit ringenden Mannschaften zurück. „Klar, wir sind erst durch, wenn rein rechnerisch nichts mehr passieren kann“, sagt er.

„Aber wir gehen in den letzten sieben Spiele der Saison sicher nicht leer aus.“ Er habe aber kein neues festes Ziel – weder eine genaue Punktezahl oder Platzierung im Kopf. „Wir möchten dort landen, wo wir es aufgrund unserer Leistungen verdient haben“, sagt der Trainer.

Fortuna verfügt im nächsten Jahr  erneut über den niedrigsten Etat

Daher hat Funkel in den vergangenen Tagen bereits mit den Kaderplanern und Sportvorstand Lutz Pfannenstiel zusammen gesessen, um über die Personalsituation zu sprechen. Dabei ging es nicht nur darum, welche Spieler neu verpflichtet werden können, sondern auch, wer bleiben soll und wer gehen kann. „Es ist wichtig, dass wir uns jetzt austauschen.

Denn wir werden auch in der nächsten Saison in der Bundesliga der Verein mit dem niedrigsten Etat sein“, erklärt der 65-Jährige, der noch interessiert auf den Abstiegskampf schaut. „Selbst Nürnberg und Hannover können den Klassenerhalt noch schaffen. Der Kampf gegen den Abstieg bleibt spannend bis zum letzten Spieltag.“ Das Schöne ist: Fortuna hat dabei zum Glück nur noch einen Zuschauerplatz.

Mehr von Westdeutsche Zeitung