Fortuna Düsseldorf: Funkel muss wegen Sobottka und Suttner umbauen

Fortuna Düsseldorf : Funkel muss sein Wechselspiel gegen Dortmund fortsetzen

Kaan Ayhan ist gesperrt, Sobottka und Suttner sind verletzt. In Dortmund wird Fortuna Düsseldorfs Trainer erneut umstellen.

Dass Friedhelm Funkel immer wieder für eine Überraschung gut ist, stellte Fortunas Cheftrainer einmal mehr gegen die TSG Hoffenheim (1:1) unter Beweis. Auf gleich fünf Positionen veränderte er seine Startelf im Vergleich zur Begegnung gegen den FC Bayern (0:4). Ein Novum in dieser Spielzeit. Denn zuvor rotierte der 65-Jährige maximal vier neue Spieler in die Anfangsformation.

Neben taktischen Aspekten gab es für den Übungsleiter des Fußball-Bundesligistem auch ganz profane Gründe für diese Maßnahme. „Ich habe auch den einen oder anderen in die Startelf gebracht, weil sie es sich einfach verdient haben, weil sie gut trainiert haben“, erklärte er. Die Botschaft war klar: Niemand soll sich seines Platzes zu sicher sein. Entsprechend fand sich mit Niko Gießelmann auch ein Spieler auf der Bank wieder, der zuvor immer gespielt hatte. Der Linksverteidiger wurde durch Markus Suttner ersetzt. Eine nachvollziehbare Entscheidung, immerhin wirkte der 28 Jahre alte Dauerbrenner zuletzt arg überspielt, eine Schaffenspause kam da gerade rechtzeitig.

Aymen Barkok könnte in Dortmund zum Kader gehören. Foto: Christof Wolff

Und Suttner enttäuschte seinen Trainer nicht. Gewohnt solide und fleißig verrichtete der Österreicher seinen Job und leitete mit einer guten Flanke den Ausgleichstreffer durch Rouwen Hennings mit ein. Eigentlich ein perfektes Bewerbungsschreiben für einen weiteren Einsatz von Beginn an gegen Borussia Dortmund am Samstag. Dumm nur, dass Suttner erneut das Verletzungspech ereilte. Wie die Fortuna am Dienstagmorgen mitteilte, fällt der 32-Jährige aufgrund eines Muskelfaserrisses „bis auf Weiteres“ aus. Da auch Marcel Sobottka (Nasenbeinbruch) und Kaan Ayhan (fünfte Gelbe Karte) gegen die Schwarz-Gelben definitv nicht mitwirken werden, ist Funkel erneut zu Umbaumaßnahmen gezwungen.

Barkok überzeugte zuletzt in der Regionalliga gegen Wuppertal

Dadurch ergibt sich natürlich zwangsläufig die Chance für Spieler aus der zweiten Reihe. Robin Bormuth oder Lewis Baker zum Beispiel scharren schon seit Wochen mit den Hufen. Auch Aymen Barkok ist mittlerweile wieder eine Alternative. Zuletzt glänzte die Leihgabe von Eintracht Frankfurt bei der U 23 in der Regionalliga. Beim 3:0-Sieg gegen den Wuppertaler SV steuerte der Mittelfeldspieler ein Tor und eine Vorlage bei.

Aufgrund der neuerlichen Ausfälle darf Barkok zumindest auf einen Platz im Spieltagskader hoffen. Ähnliches gilt auch für Kelvin Ofori. Der 18-Jährige spielte am Wochenende ebenfalls bei der „Zwoten“ und überzeugte mit einem Tor und unbändiger Spielfreude. Allerdings dürfte es wahrscheinlicher sein, dass der Ghanaer weiter Spielpraxis in der 4. Liga sammelt.

Sicher ist zumindest, dass die Fortunen im Westfalenstadion daran anknüpfen wollen, wo sie gegen Hoffenheim in der zweiten Halbzeit aufgehört haben. „Man sieht, wenn wir das Spiel aktiv annehmen, den Gegner attackieren und nicht nur reagieren, haben wir auch die Spielertypen, Zweikämpfe zu gewinnen und uns Torchancen zu erarbeiten“, sagte Ayhan.

Vor ein paar Monaten gelang dies schon mal eindrucksvoll, als die Rot-Weißen in Dortmund beinahe noch einen Punkt entführten. Vielleicht ist am Samstag ja nicht nur Funkel für eine Überraschung gut.

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