Fortuna Düsseldorf: Funkel ist Trainer des Jahres

11 Freunde-Meisterfeier : Was Bruchhagen Funkel in Düsseldorf prophezeit

Auf der 11 Freunde-Meisterfeier in Köln wird der Fortuna-Coach als bester Trainer der Saison ausgezeichnet. Christoph Kramer hält eine Laudatio auf Max Kruse.

Als Friedhelm Funkel und Heribert Bruchhagen noch gemeinsam bei Eintracht Frankfurt wirkten – der eine als Trainer, der andere als Vorstandschef –, sind sie zu Freunden geworden. Fünf Jahre dauerte die Liaison: Funkel war wieder durchaus erfolgreich und stand doch wegen angeblich fehlender Strahlkraft in der Bankenstadt in der Kritik, der Westfale Bruchhagen stärkte ihm mit stoischer Ruhe den Rücken, weil er ahnte, dass Frankfurt eine Basis schaffen musste – von der der Club noch heute profitiert. Am Freitagabend standen Bruchhagen und Funkel zusammen auf der Bühne, als das Fußball-Magazin „11 Freunde“ in der Kölner Flora vor 380 geladenen Gästen auf seiner „Meisterfeier“ die Besten der Saison ehrte: Funkel wurde zum Trainer der Saison gewählt, Bruchhagen, inzwischen in Fußball-Rente, hielt die launige Laudatio.

Und gab Fortuna Düsseldorf, darunter auch Vorstandschef Thomas Röttgermann, gleich einen mit: Denn an einen andauernden Erfolg in der NRW-Landeshauptstadt glaubt der 70 Jahre alte Bruchhagen nicht. „Friedhelm, am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. Die glauben in Düsseldorf doch nicht ernsthaft, dass sie jetzt fester Bestandteil der Bundesliga sind“, mahnte Bruchhagen. „Die, die jetzt jubeln und die Blumen schmeißen, werfen am Ende die Blumentöpfe.“ Funkel konterte souverän. Bruchhagen habe sich schon öfter in seinen Prognosen zur Funkel-Zukunft in Düsseldorf geirrt, so auch im vergangenen Herbst.

Zusammen mit dem 65-Jährigen Cheftrainer kamen auch die Fortuna-Co-Trainer Axel Bellinghausen und Thomas Kleine auf die Bühne: Sie hätten großen Anteil an seiner Auszeichnung, sagte Funkel, der mit dem Fortuna-Tross geradewegs aus dem Trainingslager in Maria Alm angereist war. Und auch Ex-Kollegen aus alten Zeiten begrüßen durfte: Pierre Littbarski war da, der eine Laudatio auf den „Shooting-Star des Jahres“ hielt, auf Dortmunds Jadon Sancho. Oder auch Dieter Schatzschneider, einst glorreicher Zweitliga-Torjäger bei Fortuna Köln, der später beim HSV spielte. Als „bester Manager“ wurde zum zweiten Mal in Folge Fredi Bobic gekürt, „bester Typ“ wurde Max Kruse, dem sein Fußballer-Kumpel Christoph Kramer huldigte: „Du hast diese Bezeichnung auf jeden Fall verdient.“

Kramer schwärmte am Rande der Gala vom neuen Gladbacher Trainer Marco Rose. „Er kam ja mit sehr viel Vorschuss-Lorbeeren. Aber er macht es noch besser, als ich es erwartet habe“, sagte der Weltmeister von 2014. Bezüglich eines baldigen Comebacks nach dem am Mittwoch erlittenen Bänderriss im Sprunggelenk zeigte sich der 28-Jährige optimistisch. „Es ist schwer, ein Datum zu benennen und zu sagen, es dauert drei, vier oder fünf Wochen“, sagte Kramer: „Aber ich hatte das letztes Jahr schon mal. Da war es schlimmer. Deshalb bin ich guter Dinge, dass es schnell geht.“