Fortuna Düsseldorf: Funkel-Elf deklassiert Schalke - Raman überragt

Fortuna Düsseldorf : Fortuna deklassiert Schalke mit 0:4 - Raman überragt bei starkem Auftritt

Die Mannschaft von Friedhelm Funkel siegt auch in dieser Höhe völlig verdient gegen Schalke. Neben der Spur liegende Knappen haben Fortunas Offensive nichts entgegen zu setzen.

Erneut hat die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf ein Zeichen von Reife, spielerischer Klasse, Disziplin und Geduld gezeigt. Mit 4:0 siegte das Team von Friedhelm Funkel auch in dieser Höhe völlig verdient gegen eine völlig verunsicherte Mannschaft des FC Schalke 04. Der nächste Schritt zum Klassenerhalt ist damit gemacht.

Cheftrainer Funkel beließ es bei einer Viererkette und vertraute auf Marcel Sobottka, der für den erkrankten Kevin Stöger im zentralen Mittelfeld auflief. Neben Kaan Ayhan war also auch der zweite Ex-Schalker mit von der Partie und machte seine Sache hervorragend. Auch nicht ganz erwartet kam in der Arena Auf Schalke Aymen Barkok zum Zuge. Der Ex-Fankfurter spielte im zentralen Mittelfeld und zeigte seine bisher beste Saisonleistung.Die Aufforderung an die Schalker Spieler von den Rängen war eindeutig: „Wir wollen euch kämpfen sehen“. Gerade vor den nächsten Spielen in Bremen, gegen Manchester City und RB Leipzig standen die Spieler und auch der Trainer nach der 0:3-Pleite in Mainz unter großem Druck.

Das sieht derzeit bei der Fortuna etwas anders aus, nachdem das Funkel-Team den Pflichtsieg gegen Nürnberg eintüten konnte. Mit Selbstvertrauen und großer Ruhe agierte der Aufsteiger.Die ersten 20 Minuten mit vorsichtigem „Abtasten“ zu überschreiben, wäre dem Spiel wohl noch geschmeichelt. Unnötigen Ballverlusten standen auf beiden Seiten auch noch reichlich Fehlpässe gegenüber. Die Schalker hatten zwar etwas mehr Spielanteile, gefährlich wurden sie hingegen nicht. Nach einer guten Viertelstunde übernahmen die Gäste die Kontrolle. Und dann kam die 21. Minute, als sich Benito Raman den Ball holte und Dodi Lukebakio auf die Reise schickte. Der ließ Schalkes Torhüter Alexander Nübel keine Abwehrchance. Doch die Freude über das vermeintlichen 1:0 der Fortunen kam zu früh. Felix Brych wurde von der Video-Zentrale zum Bildschirm gerufen.

Und der Schiedsrichter nahm das Tor zurück und entschied auf Freistoß weil Raman bei der Balleroberung Amine Harit gefoult haben soll.Auch die nächste gute Chance hatten die Gäste in der 33. Minute, als Barkok ein scharfe Hereingabe von Gießelmann nur knapp am linken Pfosten vorbeizog. Aber es dauerte nur eine Minute, bis Fortuna die nächste Möglichkeit erhielt. Raman wurde rechts freigespielt, lief mit dem Ball und flankte dann in die Mitte. Er erreichte Lukebakio nicht, weil Matija Nastisic den Ball mit der Hand ablenkte. Diesmal fiel der Videobeweis positiv aus. Lukebakio vollstreckte den Elfmeter eiskalt zur inzwischen verdienten 1:0-Führung (35.).

Die Schalker versuchten es mit einer Reaktion, doch die eigenen Fans reagierten auf die zögerliche Art der Knappen schnell mit Pfiffen und schickten ihre Mannschaft auch mit einem Pfeifkonzert in die Kabine. Mit Steven Skrzybski kam etwas mehr Schwung und Druck ins Angriffsspiel der Gastgeber. Und der Ex-Berliner hatte auch nach 56 Minuten endlich die erste klare Chance für die Knappen. Michael Rensing reagierte aber glänzend und wehrte zur Ecke ab. Aber die Platzherren blieben dran und erhöhten den Druck, auch weil sich die Funkel-Elf nicht mehr so geschickt befreien konnte.

Da die Schalker aber nicht zum Erfolg kamen, machte die Fortuna dann einfach das 2:0. Barkok bediente Raman auf dem rechten Flügel. Der sah auf links Dawid Kownacki, und der Pole hatte freie Bahn. Er erzielte nach 62 Minuten das 2:0 ganz ruhig und souverän.„Wir haben die Schnauze voll“ kamen die Rufe von der Nordkurve. Nicht nur davon waren die Hausherren geschockt. Die Fortuna blieb ruhig und versuchte den Ball laufen zu lassen. Und das gelang ausgesprochen gut. Nach erneut sehr schönen Konter überwand Benito Raman Torhüter Nübel mit einem Schuss in den rechten Winkel zum 3:0. Was für eine souveräne Vorstellung. Das sahen auch die mitgereisten Fans so und sangen „Oh, wie ist das schön.“ Die Schalker Anhänger stimmten mit ein und bekamen noch eine Enttäuschung präsentiert: Dawid Kownacki sorgte mit dem 4:0 für den Endstand, als er abstauben und sein zweites Tor für die Fortuna erzielen konnte.

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