Fortuna Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf: Die nächste Enttäuschung

Fortuna Düsseldorf : Fortuna Düsseldorf: Die nächste Enttäuschung

Das 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg ist Fortunas sechstes Spiel in Folge ohne Sieg. Das Team rutscht auf den dritten Platz ab.

Düsseldorf. Mit einer großen Enttäuschung geht die Hinrunde der 2. Fußball-Bundesliga für Fortuna Düsseldorf zu Ende. Das 0:2 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg bedeutet nicht nur die vierte Saison-Niederlage, sondern auch die zweite Heimpleite in Folge. Von der Begeisterung der Anfangsphase dieser Spielzeit ist wenig geblieben.

Die Voraussetzungen waren vor Spielbeginn klar: Fortuna wollte unbedingt den Dreier nach fünf Spielen ohne Erfolg, den Nürnbergern, die schon zu Saisonbeginn die Zahl 30 auf ihrer Kabinentür am Valznerweiher angeschlagen hatten, hätte ein Unentschieden gereicht, um den (engen) Kontakt zum Spitzenduo Kiel und Düsseldorf zu halten.

Die Fortuna war von Beginn an bemüht, Risiko und den Mut zum risikoreicheren Offensivspiel genau abzuwägen. Vor den schnellen Kontern der Nürnberger, die in der Anfangsphase im Ansatz bereits zu erkennen waren, hatte Friedhelm Funkel seine Spieler eindringlich gewarnt. Das Augenmerk der knapp 23000 Zuschauer lag natürlich besonders auf Florian Neuhaus, der nach drei Spielen Sperre wieder mehr Kreativität ins Spiel der Gastgeber bringen sollte.

Die erste klare Chance war aber wieder einmal die Zusammenarbeit von Rouwen Hennings und Benito Raman. Der Belgier scheiterte allerdings nach einem genialen Anspiel seines Sturmpartners aus acht Metern am herausstürzenden Nürnberger Keeper Fabian Bredlow. Das erste Ausrufezeichen war gesetzt, und sofort war die Kulisse da. Und Nürnberg war zunächst sichtlich beeindruckt. Die Gäste gingen rustikal zur Sache und hatten zur Pause bereits vier Gelbe Karten gesammelt und den verwarnten Patrick Kammerbauer zur Vorsicht bereits ausgewechselt. Die Fortuna konnte das aber zunächst nicht nutzen, zumal Benito Raman sich leicht verletzt hatte.

Nach dem Wechsel versuchte sich Fortuna weiter mit einer kontrollierten Offensive. Aber die Schwierigkeiten, das dichte Defensiv-Konstrukt der Gäste zu knacken, waren sichtbar. Zu selten ging es schnell nach vorne, und wenn das dann mal funktionierte, wurde es im letzten Drittel zu ungenau. Die nicht zielgenau in den Strafraum geschlagenen Flanken fanden selten einen Abnehmer. Und langsam drehte sich das Spiel. Die Franken nutzten jetzt konsequent die Konzentrationsprobleme der Fortuna, die auch kräftemäßig abzubauen schien.

Das erste Warnzeichen war ein Konter über Tobias Werner und Edgar Salli nach einer guten Stunde. Raphael Wolf und Niko Gießelmann vereitelten die bis dahin beste Nürnberger Chance aber im letzten Moment. Fortuna hatte danach noch einmal Glück bei einem Pfostenschuss von Hanno Behrends. Dann aber war es geschehen, als Tobias Werner (67.) nach einer Kopfball-Vorlage zum 1:0 einschießen konnte. Fortuna wehrte sich, aber zielstrebig war das nicht. Und so folgte der nächste Nackenschlag 13 Minuten vor dem Ende, als Georg Margreiter fast unbedrängt zum 2:0 einköpfen konnte. Von dem Schock erholte sich der Gastgeber nicht mehr, trotz des von Emir Vujovic verschossenen Elfmeters.

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