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Fortuna Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf: Die Angst vor einem Déjà-vu

Fortuna Düsseldorf : Fortuna Düsseldorf: Die Angst vor einem Déjà-vu

Fortunas Fans fürchten ein ähnliches Saisonende wie 2013. Nun müssen die Aussagen endlich mit Resultaten gefüllt werden.

Düsseldorf. Auf die große Welle des Zusammenhalts folgte die kollektive Ernüchterung. Das 1:1 der Fortuna gegen ebenso erschreckend schwache Würzburger Kickers verhinderte am Samstag das kollektive Durchatmen in der von Sorgen geplagten Fortuna-Welt. Gesperrte oder angeschlagene Leistungsträger, die schwache Bilanz in der Rückrunde und die daraus resultierende bedrohliche Konstellation in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga sowie die scheinbar stagnierende Entwicklung im Verein treiben den Anhängern die Schweißperlen auf die gerunzelte Stirn.

In den Fan-Foren, Kneipen und sozialen Netzwerken wird immer wieder an den Mai 2013 erinnert, als der Club aus der Bundesliga abstieg. 33 Spieltage stand die Fortuna stets über dem ominösen Strich. Erst nach der 34. Begegnung rutschte Rot-Weiß darunter. Eine Wiederholung dieser Bundesliga-Saga mit tränenreichem Ausgang gilt es unter allen Umständen zu vermeiden. Angesichts von nur zwei Punkten Vorsprung auf diese Tabellenzone geht weiter die Abstiegsangst um — sicher auch in den Führungsgremien des Vereins, wo sich die Verantwortlichen aber weiterhin zuversichtlich geben. Warum auch nicht? Kein Vorsitzender oder Trainer stellt sich hin und sagt: „Ja, es stimmt. Wir geben die Hoffnung auf.“

Niemand bei der Fortuna verlässt sich auf das kollektive Versagen der Konkurrenten, um den Gang in die Drittklassigkeit zu verhindern. Der Blick ist fest auf die eigenen Aufgaben gerichtet. Die Zeit der Phrasen wie „Jetzt müssen wir punkten“ oder „Wir haben es selbst in der Hand“ ist aber schon längst angebrochen. Und mit Inhalt gefüllt wurden sie gegen St. Pauli und Würzburg nicht. Auch wenn solche Aussagen vom Grundsatz her inhaltlich stimmen.

Wenn nichts mehr hilft, misst sich Hoffnung im Profifußball an Serien, an Statistiken oder an Einzelpersonen. In 16 Auswärtsspielen hat die Fortuna nur 15 Gegentore kassiert, holte damit 20 Punkte und folglich vier mehr als in der heimischen Arena. Aber was ist von der Auswärtsstärke noch übrig? Aus den vergangenen drei Auftritten in der Fremde brachte der Tabellen-13. nur einen Punkt mit.

Dennoch wird am Sonntag wieder alles bereitet sein. Eine vierstellige Anzahl von Fans wird ihre Mannschaft begleiten. Und sie werden weiter die Karte „Zusammenhalt“ spielen. Fortunas Team hat dann die Möglichkeit, seinen Teil beizutragen — eine Woche verspätet sozusagen. „Ich glaube daran, dass wir unser Ziel erreichen“, sagt Trainer Friedhelm Funkel. Vorletzte Chance dazu? Sonntag. Nürnberg.