Fortuna Düsseldorf blickt bereits auf die nächste Spielzeit

Bundesliga : Fortuna Düsseldorf blickt bereits auf die nächste Spielzeit

Sportvorstand Lutz Pfannenstiel treibt die Kaderplanung der Düsseldorfer Fortuna für die kommende Saison voran. Er warnt aber auch vor überzogenen Erwartungen.

44 Punkte, neun gewonnene Heimspiele bedeuten die viertmeisten Erfolge auf eigenem Platz aller 18 Fußball-Bundesligisten und in der Abschlusstabelle steht ein im vergangenen Sommer nicht für möglich gehaltener zehnter Rang zu Buche: Fortuna Düsseldorf blickt auf eine bemerkenswerte Saison zurück. Mit dem 2:1 (0:0) gegen Hannover 96 überbrachte die Mannschaft von Cheftrainer Friedhelm Funkel ihren Anhängern am Samstagnachmittag ein passendes Abschiedsgeschenk, bevor es in die Sommerpause geht. Doch während die Profis sich in den kommenden Wochen verdientermaßen Erholung gönnen, gehen hinter den Kulissen die Personalplanungen für die Saison 2019/20 in ihre entscheidende Phase.

Kevin Stöger fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus

Selten oder vielleicht sogar noch nie waren Spieler der Fortuna vor der nächsten Transferperiode so begehrt wie derzeit. Die Namen mehrerer Stammspieler werden bei Bundesliga-Konkurrenten oder Teams anderer europäischer Top-Ligen gehandelt. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel aber betont seit Wochen, dass der Verein alles daransetzen wird, um die erfolgreiche Mannschaft weitestgehend zusammen zu halten. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in der neuen Saison mindestens einen genauso guten Kader zur Verfügung haben werden. Unser Ziel ist, dass er auf bestimmten Positionen noch ein bisschen besser wird. Daran arbeite ich. Trotz allem stehen Demut und Realität im Vordergrund. Auch in der kommenden Saison zählt für uns nur der Klassenerhalt. Der zehnte Platz ist wunderbar, aber da muss man mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben“, sagte der 46-Jährige nach dem positiven Saisonabschluss vor 50 000 Zuschauern gegen die Niedersachsen.

Nicht wirklich zum Feiern zumute war derweil Kevin Stöger. Der Mittelfeldspieler, einer der angeblich heiß begehrten Düsseldorfer Kicker, zog sich bei einem von ihm begangenen Foulspiel an Florent Muslija in der 85. Spielminute einen Kreuzbandriss zu und wird über Monate ausfallen.

Bei Dodi Lukebakio stehen die Zeichen klar auf Abschied

„Das ist eine sehr bittere Diagnose. Ich habe Kevin in einem persönlichen Gespräch die volle Unterstützung des Vereins zugesichert“, ließ Pfannenstiel am Sonntag verlauten. „Wir setzen auch in Zukunft auf ihn und wollen seinen Vertrag langfristig verlängern. Dabei befinden wir uns seit einiger Zeit in guten Gesprächen.“

Während trotz der unglücklichen Begleitumstände zumindest bei Stöger die Zeichen auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit stehen, hat der Sportvorstand der Fortuna bei einem anderen Profi keine Hoffnung. „Ich gehe davon aus, dass Dodi Lukebakio in der kommenden Saison nicht mehr bei der Fortuna spielen wird. Die Chance war ohnehin klein, dann wurde sie geringer und inzwischen sehe ich keine Chance.“ Bei anderen Leihspielern wie Markus Suttner, Marcin Kaminski und Dawid Kownacki scheint der Verein bessere Karten zu besitzen. „Wenn die Möglichkeit besteht, sind das Spieler, die wir gerne behalten würden. Aber da haben wir das Heft des Handelns auch nur bedingt in der Hand“, sagte Funkel. „Lutz Pfannenstiel, Uwe Klein und ich versuchen, bei dem einen oder anderen Spieler Überzeugungsarbeit zu leisten. Wenn du noch ein Jahr hier bleibst, hast du ein ganz anderes Standing, wenn du den Klub dann wechselst“, ergänzte der Trainer und meinte damit höchstwahrscheinlich die umworbenen Kaan Ayhan und Benito Raman.

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