Fortuna Düsseldorf: Ayhan ärgert sich über Schiedsrichter Petersen

Fortuna Düsseldorf : Kaan Ayhan und der Schiedsrichter-Frust

Kaan Ayhan wird Fortuna gegen Borussia Dortmund fehlen. Der Düsseldorfer Abwehrspieler ärgert sich nach seiner fünften Gelben Karte über die Art von Martin Petersen.

Die zweite Spielhälfte in Hoffenheim war gerade zehn Minuten alt. Da zeigte sich Fortunas Kaan Ayhan mit einer Entscheidung von Schiedsrichter Martin Petersen nicht einverstanden und beschwerte sich deshalb beim Unparteiischen. Das ließ dieser aber nicht einfach so durchgehen und zeigte dem Innenverteidiger des Fußball-Bundesligisten daraufhin die Gelbe Karte. Und die hat Folgen, denn es war bereits die fünfte in der laufenden Saison für den türkischen Nationalspieler. Ayhan wird der Fortuna am Samstag bei Borussia Dortmund deshalb fehlen.

„Manchmal wünschte ich, dass ich eine Gelbe Karte hätte. Ich wurde vom Schiedsrichter angeschrien. Dann habe ich zu ihm gesagt: ,Schrei mich nicht an.“ Und dafür habe ich dann die Gelbe Karte gesehen“, beschrieb der 25-Jährige die Szene aus der 55. Spielminute. „Ich habe es auch irgendwann mal satt, wenn Schiedsrichter sich mit Gelben Karten oder sonst was Respekt verschaffen müssen. Wie im normalen Leben gibt es auch bei den Schiedsrichtern verschiedene Charaktere. Aber wenn ich mich an die Spiele mit Manuel Gräfe erinnere, der so eine Ruhe und Sicherheit ausstrahlt und während des Spiels eine ganz andere Beziehung zu uns aufbaut, ist das meistens schon angenehmer. Aber das heißt nicht, dass andere Charaktere schlechtere Schiedsrichter wären.“

Ob es nun Dortmund, Leipzig oder ein späteres Spiel betrifft: Irgendwann hätte Ayhan jene fünfte Gelbe Karte mit Sicherheit kassiert. Am Samstag in Sinsheim wurde ihm nach eigener Aussage erst im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte bewusst, dass diese Verwarnung eine Sperre nach sich zieht. Trainer Friedhelm Funkel wollte die Aktion seines Abwehrchefs hinterher nicht überbewerten: „Dass Kaan die fünfte Gelbe Karte bekommen hat, ist natürlich ärgerlich. Aber ich habe vier gute Innenverteidiger und wenn er dann ausfällt, fällt er eben aus und es spielt ein anderer.“ Auch Funkel weiß: Die Emotionalität ist ein wichtiges Element im Spiel des gebürtigen Gelsenkircheners. Und soll es auch bleiben.

Ausgleichschance zwischen Verwarnung und Hennings-Tor 

Ayhan gehörte nach dem 1:1 der Fortuna zu denjenigen, die sich am meisten über den Ausgleichstreffer von Rouwen Hennings (87.) freuten. Denn ansonsten hätte ihn nicht nur die Szene seiner Verwarnung nachhaltig beschäftigt. Elf Minuten zuvor vergab der Abwehrspieler nach herrlichem Doppelpass mit Alfredo Morales die bis dahin beste Chance seines Teams. So musste er sich nicht allzu sehr ärgern. „Als Verteidiger kann man im Nachhinein ein bisschen drüber schmunzeln, aber ich bin was Anderes von mir gewohnt. Ich weiß auch, dass ich so eine Chance in sieben bis acht Fällen normalerweise reinmache“, erklärte Ayhan.