Fortuna Düsseldorf: Ausgleichstor in Kiel mit nachhaltiger Bedeutung

Fortuna Düsseldorf: Ausgleichstor in Kiel mit nachhaltiger Bedeutung

Mit dem 2:2 in Kiel macht die Fortuna wieder einen Schritt in die richtige Richtung.

Düsseldorf. Es war ein Tor mit nachhaltiger Bedeutung, das Rouwen Hennings in der 85. Spielminute des Spitzenspiels zwischen Holstein Kiel und Fortuna Düsseldorf erzielte. Nicht nur rettete es dem Tabellenzweiten der 2. Fußball-Bundesliga einen Punkt. Vielmehr noch sorgte das 2:2 dafür, dass trotz des fünften Spiels in Folge ohne Sieg die Stimmung rund um die Fortuna nicht ins Negative kippte.

Zwei Niederlagen in Folge, Tabellenführung verloren, mit dem Schiedsrichter (zum wiederholten Male) nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht und nach einer durchwachsenen Leistung in der zweiten Hälfte plötzlich mit 1:2 im Rückstand. Die Fortuna steuerte auf das zu, was allgemein im Sport als Krise bezeichnet wird. Da können Trainer und Spieler noch so oft betonen, dass jede Mannschaft in dieser ausgeglichenen 2. Bundesliga mal eine schlechte Phase durchläuft. Wer nur zwei Punkte aus fünf Partien einfährt, steckt in einer Krise. Genau das aber verhinderte Hennings mit seinem Ausgleichstreffer. Wenngleich die Fortuna seit dem 20. Oktober nicht mehr gewonnen hat.

„Das ist alles normal, was die unterschiedlichen Leistungen angeht. Jede Mannschaft hat mal eine schlechtere Phase. Das muss man ihr auch mal zugestehen“, sagte Fortunas Cheftrainer Friedhelm Funkel erneut. „Die Jungs wollen immer. Man muss das Gesamtbild sehen.“

Das weist die Fortuna auch einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde auf einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz aus. 31 Zähler und nur drei Niederlagen nach 16 Spieltagen sind aus rot-weißer Sicht unter dem Strich eine bemerkenswert erfreuliche Bilanz.

Doch nicht nur das Resultat, auch der Auftritt in Kiel insgesamt war ein Schritt in die richtige Richtung. In der Defensive wurde die Anzahl der individuellen Fehler drastisch reduziert, offensiv zeigte sich die Fortuna wieder mit mehr Durchschlagskraft und besser funktionierendem Umschaltspiel als zuletzt gegen Dresden (1:3) und in Ingolstadt (0:1). „Unter dem Strich ist das ein Ergebnis, mit dem beide leben können und das verdient ist“, erklärte Funkel, dessen Mannschaft vor allem in den ersten 45 Minuten eine gute Vorstellung bot. Dass die Düsseldorfer nach dem Seitenwechsel nicht mehr richtig zur Entfaltung kamen, lag vor allem an einem Gegner, der mächtig aufdrehte. „Nach der Pause war das der Fußball, den wir uns vorstellen. Zum Schluss war es ärgerlich, das 2:2 zu kassieren“, sagte Holstein-Trainer Markus Anfang. Doch auch der ehemalige Fortuna-Spieler war am Ende nicht unzufrieden.

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