Fortuna darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen

Kommentar : Ein wichtiger Befreiungsschlag für Fortuna Düsseldorf

Einige Anhänger sehen die drei Punkte gegen Stuttgart als eine Art Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt. Trotzdem kommt unserem Autor wieder dieser eine Satz von Friedhelm Funkel ins Gedächtnis - ein Kommentar.

Das kollektive Aufatmen war schon weit vor dem Schlusspfiff im weiten Rund der Arena zu vernehmen. Fortuna hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.  Das Abrutschen in die ernsthaft gefährdete Zone wurde mit viel Kampf und Leidenschaft überzeugend vermieden. Viele Fortuna-Fans hatten auf diesen (spektakulären) Befreiungsschlag gehofft, einige sehen die drei Punkte sogar als eine Art Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt. Denn zehn Punkte Abstand vor Relegationsplatz 16 und noch einen Zähler mehr auf den ersten direkten Abstiegsplatz tut der Fortuna sehr gut und verringert den allergrößten Druck. Trotzdem kommt wieder dieser Satz von Friedhelm Funkel ins Gedächtnis: „Wir werden bis zum letzten Spiel um den Klassenerhalt kämpfen müssen“, hatte Fortunas Cheftrainer vor dem Saisonstart betont und den Spruch bei einigen Gelegenheiten wiederholt.

Während es nächste Woche in Leverkusen um Bonuspunkte geht, kommt dann der 1. FC Nürnberg in die Arena und kämpft vielleicht schon um die letzte Chance, was diesen Gegner dann sehr gefährlich machen würde.

Sollte es auch in diesem Spiel drei Punkte geben, dann hätte die Mannschaft auch das Potenzial, den Vorsprung vor der Abstiegszone bis zum Saisonende zu behaupten. Trotzdem kann noch sehr viel passieren. Verletzungen und Sperren können das Erreichen des großen Ziels erschweren. Andererseits ist nicht damit zu rechnen, dass die Fortuna in den letzten drei Spielen der Saison wie in der Hinrunde neun Punkte holt.

Das bedeutet, dass die Mannschaft von Friedhelm Funkel in den Spielen punkten sollte, in denen sie m Herbst sechs Mal hintereinander verloren hat. Spannend bleibt’s.

Ein Kommentar von Norbert Krings. Foto: Sergej Lepke
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