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Fortuna Düsseldorf: Fans beider Mannschaften protestieren gegen den DFB

Fortuna Düsseldorf : Fans beider Mannschaften protestieren gegen den DFB

Düsseldorf. Schweigeminute — Bevor das Zweitliga-Spiel zwischen der Fortuna und dem FCK begann, gedachten Teams und Zuschauer wie in sämtlichen anderen Stadien den Opfern des Anschlags in Barcelona.

Die Schweigeminute ging allerdings bereits nach wenigen Sekunden in ein langanhaltendes Klatschen über.

Ex-Trainer - Bei der Pressekonferenz geriet Kaiserslauterns Trainer Norbert Meier regelrecht ins Schwärmen über die Fortuna (siehe Text oben), die Fans der Düsseldorfer interessierten sich eher weniger für den Coach, der ihren Verein von der 3. Liga in die Bundesliga geführt hatte. Als er vorgestellt wurde, gab es keinerlei Reaktion des Publikums.

Historie - Die Fortuna geht in Sachen Bewegtbild neue Wege. Vor Heimspielen zeigt der Verein nun immer — wenn möglich — historische Spielberichte. Am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern flimmerten die Bilder vom 5:1-Erfolg über die „Roten Teufel“ aus der Bundesliga-Saison 1975/1976 über die Anzeigetafeln. Vor allem die älteren Fans guckten wehmütig auf die Tore von Dieter Herzog (3), Wolfgang Seel und Gerd „Zimbo“ Zimmermann. Die neue Video-Reihe „Et wo emol“ ist auch auf Fortunas Youtube-Kanal im Internet zu sehen.

Protest — Seit Wochen protestieren organisierte Fangruppen — vor allem Ultras — gegen den Deutschen Fußball-Bund. Der gab unter der Woche zwar bekannt, vorerst keine Kollektivstrafen wie Blocksperren oder Geisterspiele mehr zu verhängen, den Fans reicht das aber längst nicht. Beide Gruppen hatten am Samstag eine Vielzahl an Transparenten vorbereitet, die an Deutlichkeit nichts vermissen ließen, beispielsweise „F... dich, DFB“. Zudem gab es konkrete Forderungen wie „Gegen die Spieltagszerstückelung“, „Gegen ein unverhältnismäßiges Sportgericht“, oder „Gegen Eventisierung, Kollektivstrafen und die Untergrabung von 50+1“. Beide Fangruppen sangen auch gemeinsam gegen die Funktionäre und skandierten „Sch... DFB“ sowie „Fußballmafia DFB“.