„Falls Augsburg patzt...“

Norbert Meier will nicht locker lassen und den Gegner im Fernduell weiter unter Druck setzen.

Düsseldorf. Nein, mit Felix Magath wollte sich Norbert Meier nicht vergleichen. "Das ist eine ganz andere Welt", antwortete Fortunas Trainer auf die Frage, ob das Psycho-Duell um den Aufstieg zwischen Düsseldorf und Augsburg ähnlich spannend ist, wie das Titelrennen in der Bundesliga.

"Diese Vergleiche hinken. Wir wollen einfach nur die Spannung hochhalten und den Augsburgern zeigen, dass wir da sind, falls sie straucheln sollten."

Der FC Augsburg steht derzeit noch fünf Punkte vor der Fortuna, und selbst ein Unentschieden würde den Schwaben wohl reichen, um den Tabellen-Vierten auf Distanz zu halten. Doch die Augsburger müssen am Sonntag im Derby gegen 1860 München antreten.

Was von der Tabelle her eine klare Sache zu sein scheint, sorgt psychologisch noch für eine gewisse Nervosität. Dreimal standen sich in der 2. Liga beide Teams in Augsburg gegenüber, allerdings im alten Rosenau-Stadion.

Die Hausherren schafften zwei Mal einen 3:0-Sieg, das dritte Duell entschieden die Löwen mit 6:2 für sich. Nachdem sich Youssef El Akchaoui verletzt hat, soll ausgerechnet Axel Bellinghausen als Ersatz auf der Verteidigerposition dafür sorgen, dass sich sein Ex-Verein keine Hoffnungen mehr machen darf.

"Wir sind keine Phantasten erklärt Norbert Meier, der genau weiß, dass schon alles passen muss in den kommenden beiden Spielen, damit die Fortuna das Relegationsspiel erreicht.

"Seit Wochen werde ich immer wieder gefragt, ob es die Fortuna noch schafft", sagte Meier. "Da habe ich plötzlich einfach mal mit ,Ja’ geantwortet und erklärt, dass wir noch dran glauben."

Wenn der Trainer das vorlebt, dann wollen auch die Spieler nicht nachlassen und verweisen immer noch auf die rechnerische Möglichkeit. "Es wäre klasse, wenn es im letzten Heimspiel (9.Mai/15 Uhr) noch für Rostock und uns um etwas gehen würde", erklärt Meier. Die Arena wäre sicherlich ganz voll.

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