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Der Gegner: Eintracht Braunschweig: Emil und die Detektive

Der Gegner : Eintracht Braunschweig: Emil und die Detektive

Mit Berggrens Rückkehr könnten die Kollegen dem Tor-Erfolg schneller auf die Spur kommen.

Düsseldorf. Er ist wieder da. So lautet der Titel einer momentan in den Kinos laufenden Roman-Verfilmung. Möglich, dass auch dem gern lachenden Torsten Lieberknecht diese fiktive Satire gefällt. Im realen Leben steht dem Trainer von Eintracht Braunschweig aber auf jeden Fall ein Grinsen über eine Rückkehr im Gesicht. Emil Berggren ist wieder da.

Mit Leistenproblemen hat der Stürmer vier Wochen ausgesetzt. Davor hatte er bereits wegen einer Schultereckgelenksprengung passen müssen. Und immer wenn Berggren fehlte, tat sich die Eintracht schwer, Tore zu erzielen. 2:0, 6:0, 3:0 sowie 5:0 gewannen die Braunschweiger im August und September mit dem Dänen, in den übrigen bisher zwölf Saison-Spielen gelangen lediglich acht weitere Treffer. Natürlich stand Berggren in sieben dieser Partien mit auf dem Rasen, dennoch ist der 22-Jährige für seinen Trainer nahezu unersetzlich. „Er ist für die Mannschaft auch eine mentale Waffe. Alle wissen, wenn Emil dabei ist, dann passiert etwas“, sagte Lieberknecht.

Berggren ist mit seiner Körperlänge von 1,94 Meter nicht nur in der Luft stark. Er verfügt auch über Tempo und kann zudem den Ball gut ablegen. Vier Treffer und drei Torvorlagen in seinen bislang elf Saisoneinsätzen belegen dies. Ohne Emil tappt das Offensiv-Büro öfter mal im Dunkeln, nun aber wollen die Angriffs-Detektive dem Torerfolg wieder schneller auf die Spur kommen. „Wir hatten zwar in den Spielen zuvor auch Super-Aktionen, waren aber nicht effektiv genug. Dadurch haben wir ein paar Punkte liegen gelassen“, sagte Lieberknecht.

Mit Berggren hat die Eintracht wieder mal einen guten Griff in Skandinavien getätigt. „Dort können wir noch Spieler sichten, ohne dass 20 potenzielle Mitbewerber auf der Tribüne sitzen“, erklärte Lieberknecht. Und für die „Wikinger“ wiederum scheinen die Gelb-Blauen das ideale Karriere-Sprungbrett zu sein. So haben sich die Norweger Mushaga Bakenga (Molde FK), Vegar Eggen Hedenstad (SC Freiburg) und Havard Nielsen (RB Salzburg) bereits für höhere Aufgaben empfohlen. In dieser Saison nun wollen dies neben Berggren auch sein dänischer Landsmann Mads Hvilsom und Joseph Baffo tun, der mit Schwedens U 21 im Juni Europameister wurde. „Neben sportlichen Komponenten lassen sich Skandinavier gut integrieren. Alle sprechen englisch und tragen das Herz am rechten Fleck“, sagte BTSV-Manager Marc Arnold.

Dass trotz temporärer Sturmflaute an Platz drei geschnuppert wird, liegt jedoch auch an einem Polen. Rafal Gikiewicz hielt sein Tor bereits neunmal sauber. Nun aber kann ja Emil wieder helfen, die Fälle zu lösen.