Ein Abschied ist kein Thema

Düsseldorf. Wolf Werner ist ein Mensch, der keine Gerüchte mag. An der Meldung, dass Michael Melka Fortuna Düsseldorf zum Ende der Saison trotz des gerade verlängerten Vertrages verlassen möchte, ist für den Sport-Geschäftsführer nichts dran.

"Natürlich ärgert er sich über diese Waden-Verletzung, die ihn ein Großteil dieser Saison außer Gefecht gesetzt hat", erklärte Werner. "Aber man sollte nicht alles überwerten, was über die Spieler berichtet wird." Melka sei sogar in der Pflicht, so schnell wie möglich wieder fit zu werden.

In jedem seiner Worte wird die besondere Wertschätzung für den Torwart deutlich, der einen maßgeblichen Anteil daran hat, dass die Fortuna in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen ist. "Er weiß, dass er gebraucht wird", sagt Werner. "Und nur, weil er seine Enttäuschung mal öffentlich gemacht hat, wird er von uns nicht verdammt." Er habe sogar letzte Woche noch mit dem derzeitigen "Torwart 1b" gesprochen und dabei sei ein kommender Abschied des 31-jährigen Schlussmanns kein Thema gewesen.

Werner kündigte darüberhinaus auch noch ein Perspektiv-Gespräch von Trainer Norbert Meier mit Michael Melka an. "Wir fallen nicht in Ohnmacht, wenn wir so etwas lesen oder hören", sagte der Trainer. "Er ist im Moment nicht im Kader, und wir hoffen, dass sich das so schnell wie möglich wieder ändert."

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