Fortuna Düsseldorf: „Die Zuschauer-Debatte ist erledigt“

Fortuna Düsseldorf : „Die Zuschauer-Debatte ist erledigt“

Das ausverkaufte Spiel gegen Schalke hat Klubchef Robert Schäfer überzeugt. Das Merchandising hat für die Fortuna endlich angezogen.

Die Zuschauerzahl und das ausverkaufte Stadion gegen  Schalke 04 haben Robert Schäfer überzeugt: „Düsseldorf ist eine Fußballstadt“, verkündete er in seinem ersten Fazit zur laufenden Saison. „Die Debatte ist damit erledigt.“ Damit meint der Vorstandsvorsitzende der Fortuna die Kritik an den Düsseldorfer Fußball-Fans, nachdem die drei ersten Heimspiele gegen Augsburg, Hoffenheim sowie Leverkusen nicht ausverkauft waren. „Ich kann Friedhelm Funkel gut verstehen. Unser Trainer wünscht sich die größtmögliche Unterstützung für seine Mannschaft“, sagte Schäfer. „Wir können mit dem derzeitigen Schnitt und dem großartigen Support durch die Fans jedoch zufrieden sein.“ Dennoch kündigte der Klubchef an, dass alles dafür getan wird, damit noch mehr Zuschauer zu den Heimspielen kommen. Die Anhänger ins Stadion zu holen, sieht Schäfer als „Bringschuld des Vereins“. Zum einen kommen automatisch mehr Fans, wenn erfolgreicher Fußball gespielt werde. „Aber wir müssen in unserer Kommunikation, was den Ticketverkauf angeht, besser werden. Wann, wo und wie Tickets verfügbar sind, ist wichtig für die Fans, weil sie dann die Eintrittskarten leichter erwerben können“, sagte der Klubchef, der rasch hinzufügte: „Wer bis jetzt noch nicht in der Arena bei unseren Heimspielen war, hat auf jeden Fall etwas verpasst.“

Fortuna drängt darauf, in und an der Arena sichtbarer zu sein

In Sachen wirtschaftlicher Effizienz freut sich Robert Schäfer darüber, dass die Fortuna im Merchandising steigende (Verkaufs-)Zahlen vermelden kann. Derzeit wird im Verein am Jahresabschluss gearbeitet, um festzustellen, wie die Gesamtentwicklung genau aussieht. „Es bleibt jetzt endlich auch etwas bei uns hängen“, erklärte er. „Das, was Fortuna zusätzlich erwirtschaftet, wollen wir für den Sport voll ausschöpfen“, versprach Schäfer, der damit die augenblicklich eingeplanten 30 Millionen Euro für die Profi-Abteilung gerne aufstocken würde. Aber auch ohne zusätzliche Mittel wäre es im Winter möglich, auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. „Aber vielleicht ist das nicht nötig. Uns ist es jedenfalls gelungen, innerhalb des Kaders für eine gute Konkurrenzsituation zu sorgen“, erklärte der Vereins-Boss.

Im Gegensatz zur letzten Bundesliga-Saison der Fortuna 2012/13 seien auch alle Rahmenbedingungen vorhanden. Das soll heißen, dass die Infrastruktur innerhalb des Vereins professioneller geworden ist. „Uns hindert in dieser Hinsicht nichts mehr daran, in der Liga zu bleiben“, sagte Schäfer, ohne die sportliche Situation ganz aus dem Auge zu lassen. Die Strategie sei frühzeitig entwickelt worden, obwohl hoher Aufwand betrieben wurde. „Ein Beispiel ist, dass wir im VIP-Bereich zusätzliche Möglichkeiten geschaffen haben.“

Nicht zufrieden ist die Klubführung der Fortuna mit der Sichtbarkeit des Vereins in und an der Arena. „Wir sorgen für das meiste Leben in der Arena, sind Hauptmieter und wollen deshalb auch als Solcher deutlicher wahrgenommen werden“, sagte Schäfer, der in dieser Hinsicht auch auf die Veränderungen hofft, die sich allerdings erst in den nächsten Jahren im Hinblick auf die EM 2024 ergeben werden. Zudem läuft der Arena-Vertrag im kommenden Sommer aus.

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